Exzessive Abwerbeversuche am Arbeitsplatz sind verboten

Exzessive Abwerbeversuche am Arbeitsplatz sind verboten

Wie oft darf eine Konkurrenzfirma einen Mitarbeiter an seinem aktuellen Arbeitsplatz anrufen um ihn abzuwerben? Dazu hat das Oberlandesgericht Frankfurt ein klares Urteil gefällt.

Abwerbeversuch

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Eine Konkurrenzfirma darf einen Angestellten während der Dienstzeit nur kontaktieren, um einen späteren Gesprächstermin zu vereinbaren.

Im Kampf um neue Mitarbeiter darf nicht jedes Mittel recht sein. So ist es beispielsweise verboten, Angestellte von Konkurrenzfirmen fortgesetzt an ihrem Arbeitsplatz anzurufen. Das gilt auch für Anrufe auf dem privaten Handy des Umworbenen, wie das Oberlandesgericht Frankfurt rechtskräftig entschieden hat.

Anrufe des Personalers stören Betriebsabläufe

Im konkreten Fall hatte ein Personalvermittler innerhalb von fünf Tagen einen Mitarbeiter sieben Mal auf dessen Handy angerufen und damit nach Ansicht des Gerichts die Betriebsabläufe gestört. Auf Unterlassung geklagt hatte die Firma des Umworbenen.

Mitarbeiter abwerben: Ein Anruf ist erlaubt

Zulässig ist nach Ansicht der Richter lediglich eine erste Kontaktaufnahme zur Vereinbarung weiterer Gesprächstermine außerhalb des Arbeitsplatzes. Folgekontakte am Arbeitsplatz seien hingegen unzulässig.

Fragen ist Pflicht bei Anruf auf Privathandy

Wenn der Beschäftigte über sein privates Handy kontaktiert werde, müsse der Anrufer fragen, ob sein Gesprächspartner am Arbeitsplatz sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Oktober 2018 10:31 Uhr