Arbeit auf Abruf: Chef muss mindestens zehn Stunden bezahlen

Arbeit auf Abruf: Chef muss mindestens zehn Stunden bezahlen

Bei der Arbeit auf Abruf ist die wöchentliche Stundenzahl nicht festgelegt. Es gibt jedoch Mindestrechte, die Mitarbeitern ein gewisses Maß an Sicherheit garantieren.

Arbeitsvertrag

© dpa

Bei der Arbeit auf Abruf gibt es spezielle Verträge. Sie enthalten Mindestrechte, die den Beschäftigten etwa zehn bezahlte Stunden pro Woche garantieren.

In den meisten Arbeitsverträgen ist festgelegt, wie viele Stunden jemand arbeiten muss. Es geht aber auch ohne - bei der sogenannten Arbeit auf Abruf. Dann richtet sich die wöchentliche Stundenzahl danach, wie viel zu tun ist.

Lohn für zehn Stunden bei Arbeit auf Abruf

Arbeitnehmer haben bei solchen Verträgen aber Mindestrechte, erklärt der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB): Steht im Vertrag keine Stundenzahl, muss der Arbeitgeber pro Woche mindestens zehn Stunden bezahlen - unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer sie tatsächlich geleistet hat. Eine Ausnahme gilt nur, wenn die Arbeit auf Abruf in einem Tarifvertrag anders geregelt ist.

Vertrag muss Mindestarbeitszeit festlegen

Für die Abrufarbeit ist gesetzlich geregelt, dass im Arbeitsvertrag einen wöchentliche und tägliche Mindestarbeitszeit festgelegt sein müssen. Fehlt die Regelung zur wöchentlichen Arbeitszeit, greift die oben beschriebene Regelung automatisch und eine Arbeitszeit von zehn Stunden gilt als vereinbart. Die Form der Teilzeitarbeit ist häufig in der Systemgastronomie und im Einzelhandel zu finden. Die Vereinbarung wird auch als Null-Stunden-Vertrag bezeichnet.
Arbeitszeit planen Überstunden
© dpa

Wochenarbeitszeit muss ungefähr planbar sein

Arbeitsverträge mit einer flexiblen wöchentlichen Stundenanzahl sind durchaus zulässig. Arbeitnehmer müssen sich jedoch nicht alles gefallen lassen: Es gibt Grenzen für das Arbeiten auf Abruf. mehr

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. Februar 2018 10:14 Uhr