Absage im öffentlichen Dienst: Anspruch auf Begründung

Absage im öffentlichen Dienst: Anspruch auf Begründung

Fehlt die Begründung für eine Absage auf eine Bewerbung im öffentlichen Dienst, gilt das ganze Verfahren als fehlerhaft - und geht von vorne los.

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Die öffentliche Hand muss abgelehnten Bewerbern erklären, warum sie die Stelle nicht bekommen.

Schreibt die öffentliche Hand eine Stelle aus, muss jeder Bewerber dieselbe Möglichkeit haben, den Job zu bekommen. Abgelehnte Bewerber haben außerdem einen Anspruch darauf zu erfahren, warum sie nicht berücksichtigt wurden.

Klage wegen fehlender Begründung

In dem verhandelten Fall suchte ein öffentlich-rechtlicher Arbeitgeber einen Mitarbeiter und schrieb die Stelle aus. Ein Mann bewarb sich darauf. Er erhielt eine Absage - Gründe wurden ihm jedoch nicht genannt. Daraufhin klagte der Mann.

Erneutes Auswahlverfahren notwendig

Mit Erfolg: Das Auswahlverfahren musste erneut durchgeführt werden. Die öffentliche Hand müsse darlegen, warum sie einen Bewerber nicht berücksichtigt, entschied das Arbeitsgericht Köln (Az.: 17 Ga 77/15).

Arbeitgeber muss Frist einhalten

Unterlegenen Bewerbern müsse binnen zwei bis vier Wochen vor der Stellenbesetzung erläutert werden, aufgrund welcher Umstände sie die Stelle nicht erhalten haben. Kommt der Arbeitgeber dieser Darlegungslast nicht nach, sei das Verfahren fehlerhaft.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. Februar 2017 11:56 Uhr