Minijob: Tatsächliche Arbeitszeit gut dokumentieren

Minijob: Tatsächliche Arbeitszeit gut dokumentieren

Minijobber müssen seit Anfang 2017 weniger Stunden arbeiten, um an die Grenze von 450 Euro zu kommen. Doch viele arbeiten so lange wie zuvor. Wie sie sich wehren können.

Mindestlohn

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Auch für Minijobber gilt der gesetzliche Mindestlohn.

Minijobber sollten keine neuen Arbeitsverträge unterschreiben, in denen zwar die Arbeitszeit abgesenkt wird - nicht aber der Arbeitsumfang. Das rät der Deutsche Gewerkschaftsbund.

Mindestlohn steigt, Arbeitszeit sinkt

Denn durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns seit Anfang 2017 hat sich die monatliche Arbeitszeit für Minijobber verringert. Da sie im Monat maximal 450 Euro verdienen dürfen, müssen sie etwa zwei Stunden weniger arbeiten.

Viele Minijobber arbeiten so lange wie früher

«Viele Minijobber haben uns berichtet, dass die Papierlage meistens «sauber» ist, sprich Arbeitszeit und Lohn sich entsprechen, um die Grenze der geringfügigen Beschäftigung von 450 Euro monatlich einzuhalten», erklärt DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Allerdings erledigten viele Beschäftigte die Arbeit im alten Umfang.

Arbeitszeiten dokumentieren und bezeugen lassen

Körzell rät, die tatsächlichen Arbeitszeiten zu dokumentieren und möglichst von Kollegen bezeugen zu lassen. So können Arbeitnehmer ihren Anspruch notfalls gerichtlich durchsetzen. Generell gilt: Weigert sich der Arbeitgeber, den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen, müssen Betroffene klagen.

Höchststundenzahl berechnen

Welche monatliche Höchststundenzahl sich je nach Stundenlohn ergibt, können Minijobber in einer Tabelle auf der Internetseite des DGB nachlesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. Januar 2017 12:23 Uhr