Minijob: Schwangere haben gleiche Rechte

Minijob: Schwangere haben gleiche Rechte

Werden Minijobberinnen schwanger, haben sie im Prinzip die gleichen Rechte wie die Kolleginnen in Vollzeit. Beim Verdienstausgleich sind allerdings Einbußen möglich.

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© dpa

Auch Frauen, die einen Minijob ausüben, haben bei einer Schwangerschaft ein Recht auf Mutterschutz und einen Verdienstausgleich.

Schwangere Minijobberinnen haben im Prinzip die gleichen Rechte wie in Vollzeit beschäftigte Arbeitnehmerinnen. Darauf weist die Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See in ihrem Magazin «Tag» (Ausgabe 4/2015) hin.

Auch im Minijob 14 Wochen Mutterschutz

Dazu gehört etwa, dass Arbeitgeber Schwangere in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und bis zum Ablauf der achten Woche nach der Entbindung nicht beschäftigen dürfen, bei Früh- und Mehrlingsgeburten sind es sogar zwölf Wochen nach der Geburt.

Voller Verdienstausgleich für Minijobberinnen?

Minijobberinnen haben außerdem einen Anspruch auf Verdienstausgleich für diese Zeit. In Vollzeit angestellte Arbeitnehmerinnen bekommen in der Regel einen Ausgleich in voller Höhe. Bei Minijobberinnen muss man zwei Fallkonstellationen unterscheiden:

Voller Verdienstausgleich bei eigener Krankenversicherung

Bei eigener Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung: Frauen, die selbst krankenversichert sind, müssen bei einem 450-Euro-Job während der Schutzfristen in der Regel keine finanziellen Einbußen hinnehmen. Sie bekommen einen Ausgleich in voller Höhe.

Einbußen bei Minijob ohne eigene Krankenversicherung

Ohne eigene Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung sind Einbußen möglich. Einen Teil des Mutterschaftsgelds erhalten Frauen vom Bundesversicherungsamt, einen anderen Teil vom Arbeitgeber. Der zahlt allerdings nur, wenn das Nettoentgelt aus dem Minijob bis zum Beginn der Schutzfrist 390 Euro netto pro Monat im Schnitt überschritten hat. Ist das nicht der Fall, bekommen sie maximal 210 Euro durch das Bundesversicherungsamt und müssen so möglicherweise Einbußen hinnehmen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 18. Dezember 2015 11:02 Uhr