Rente: Altersgrenzen gelten auch für Freiberufler

Rente: Altersgrenzen gelten auch für Freiberufler

Für Angestellte gelten Rentenaltersgrenzen. Müssen auch Freiberufler mit 65 in Rente gehen?

An Altersgrenzen denken

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Freiberufler sollten beachten, dass auch für die Rentenaltersgrenzen gelten.

Wird ein freier Mitarbeiter nicht mehr beschäftigt, weil er laut Arbeits- oder Tarifvertrag das Rentenalter erreicht hat, ist das zulässig. Ein Fall verbotener Altersdiskriminierung ist darin nicht zu sehen. Das hat das Arbeitsgericht Bonn entschieden (Az.: 3 Ca 685/13). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin.

Freiberufler klagt wegen Altersdiskriminierung

In dem verhandelten Fall hatte ein inzwischen 66 Jahre alter, freier Journalist seit über 30 Jahren für einen öffentlich-rechtlichen Sender gearbeitet. Ende 2012 teilte ihm der Sender mit, dass er die bisherige Zusammenarbeit nicht mehr fortsetzen wird. Der Mann habe die gesetzliche Rentenaltersgrenze erreicht. Der Journalist klagte daraufhin gegen den Sender. Er verlangte eine Entschädigung von mindestens 25.000 Euro wegen Altersdiskriminierung.

Altersgrenzen gelten auch für freie Mitarbeiter

Ohne Erfolg: Arbeits- und tarifvertragliche Altersgrenzen, die an die gesetzliche Rentenaltersgrenze anknüpfen, seien nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) zulässig, so die Richter. Die Arbeitnehmer seien dann in der Regel durch gesetzliche Rentenansprüche materiell abgesichert. Das gelte auch für freie Mitarbeiter, wenn sie– wie der Kläger– regelmäßig beschäftigt worden sind.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. November 2013 11:24 Uhr