Arbeitsunfall: Sind Arbeitnehmer in der Mittagspause versichert?

Arbeitsunfall: Sind Arbeitnehmer in der Mittagspause versichert?

Auf dem Weg in die Mittagspause sind Arbeitnehmer gesetzlich unfallversichert. Gilt das auch für die Mittagspause selbst?

In der Pause nicht unfallversichert

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Wenn es in der Mittagspause dann zu einem Unfall kommt, gilt nicht der gesetzliche Versicherungsschutz.

Haben Arbeitnehmer in der Mittagspause einen Unfall, sind sie in der Regel nicht gesetzlich unfallversichert. Darauf weist Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln, hin. Denn Arbeitnehmer gingen in der Pause rechtlich gesehen «eigenwirtschaftlichen Tätigkeiten» nach. Sie essen oder machen einen kurzen Spaziergang um den Block. Weil diese Tätigkeiten nicht direkt etwas mit der Arbeit zu tun haben, seien sie dann auch nicht versichert.

Versicherungsschutz bei "besonderer Betriebsgefahr"

Etwas anderes kann allerdings gelten, wenn sich in der Pause eine «besondere Betriebsgefahr realisiert». Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Angestellte nur deshalb in die Pause gehen, weil es am Arbeitsplatz sehr heiß ist, weil die Klimaanlage nicht funktioniert. Das hätten sie üblicherweise nicht gemacht- der Unfall wird also der Arbeit zugerechnet und ist deshalb versichert. In so einem Einzelfall könne der Versicherungsschutz also doch greifen, erläutert Oberthür.

Arbeitsunfall: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Wann der Versicherungsschutz in der Mittagspause gilt, kann sich sogar von einer Minute zur anderen ändern, betont die Rechtsanwältin: So sei das Mittagessen in der Kantine zwar nicht versichert- der Weg dahin aber schon.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. November 2013 15:47 Uhr