Betriebsrat: Kandidaten genießen Sonderkündigungsschutz

Betriebsrat: Kandidaten genießen Sonderkündigungsschutz

Einem Betriebsratsmitglied darf in der Regel nicht gekündigt werden. Gilt dies auch für Kandidaten?

Wahl des Betriebsrats

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Wer für den Betriebsrat kandidiert, hat einen Sonderkündigungsschutz.

Wer sich als Kandidat aufstellen lässt, genießt einen Sonderkündigungsschutz. Darauf weist Marie Seyboth, Justiziarin beim Deutschen Gewerkschaftsbund, hin. Kandidaten können in dieser Zeit nicht ordentlich gekündigt werden (Paragraf 15 Kündigungsschutzgesetz). Außerordentliche, fristlose Kündigungen sind aber weiter möglich.

Ab wann genießt ein Kandidat Kündigungsschutz?

Der Sonderkündigungsschutz greift ab dem Zeitpunkt, ab dem ein Arbeitnehmer offiziell als Kandidat nominiert ist und ein Wahlvorstand besteht, der die Betriebsratswahl durchführt. Der Schutz soll verhindern, dass Arbeitgeber einen Kandidaten verhindern, indem sie dem Mitarbeiter aus einem vorgeschobenen Grund kündigen.

Wann endet der Sonderkündigungsschutz für Kandidaten?

Wann der Sonderkündigungsschutz endet, hängt davon ab, wie für den Kandidaten die Wahl ausgeht. Wer es in die Arbeitnehmervertretung schafft, genießt danach als Betriebsratsmitglied für die Dauer seines Amtes weiterhin einen Sonderkündigungsschutz. Für Kandidaten, die es nicht schaffen, endet der besondere Kündigungsschutz sechs Monate nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. November 2013 16:29 Uhr

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