Tod eines Arbeitnehmers: Welche Ansprüche haben die Erben?

Tod eines Arbeitnehmers: Welche Ansprüche haben die Erben?

Mit dem Tod eines Arbeitnehmers endet automatisch der Arbeitsvertrag. Trotzdem können die Erben noch Ansprüche gegenüber dem Arbeitgeber des Verstorbenen haben.

An ausstehendes Gehalt denken

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Wenn ein Mensch stirbt, gilt es viele Dinge zu beachten.

Wer einen Angehörigen verliert, hat meist andere Sorgen, als Papierkram zu erledigen. Ist der erste Schock überwunden, fragen sich allerdings viele Angehörige, was sie im Verhältnis mit dem Arbeitgeber des Toten regeln müssen. Eine Kündigung des Arbeitsvertrags ist grundsätzlich nicht nötig- das Arbeitsverhältnis endet mit dem Tod automatisch. Die Erben des Toten haben allerdings einen Anspruch auf noch offene Entgeltansprüche. Das teilt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit.

Anspruch auf das Gehalt: Erbschein vorlegen

Überweist der Arbeitgeber das noch offene Gehalt nicht von sich aus auf das Konto des Toten, müssen Erben noch einmal nachhaken. Dafür sollten sie sich mit dem vom Nachlassgericht ausgestellten Erbschein vorstellen, erklärt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht. So können sie dem Arbeitgeber beweisen, dass sie die rechtmäßigen Erben sind und einen Anspruch auf das noch offene Gehalt haben.

Anspruch auf Urlaub verfällt

Anders ist es übrigens mit Urlaubsansprüchen, die dem Verstorbenen zustanden. Sie verfallen. Erben können vom Arbeitgeber nicht verlangen, dass er ihnen für jeden nicht genommenen Urlaubstag ein Entgelt zahlt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. August 2013 11:22 Uhr