Krankheit: Arbeitgeber müssen Mitarbeiter wieder einstellen

Krankheit: Arbeitgeber müssen Mitarbeiter wieder einstellen

Arbeitnehmer die für längere Zeit krank waren und dadurch nicht mehr arbeiten konnten, haben es meist schwer, den Wiedereinstieg in den Job zu schaffen. Mit einer ärztlichen Bescheinigung haben sie aber auch bestimmte Rechte.

Depressionen

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Arbeitgeber müssen Beschäftigte nach einer langen Krankheit stufenweise wieder in den Job eingliedern. Das gilt insbesondere dann, wenn der Arbeitnehmer eine Arbeitsfähigkeitsbescheinigung vorlegt. Auf diese Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm (Az.: 8 Sa 726/11) weist die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hin.

Arzt schlägt Wiedereingliederung in den Job vor

Der Fall: Ein Disponent war längere Zeit wegen einer depressiven Erkrankung nicht tätig. Nach sechs Monaten wollte der Mann wieder arbeiten. Der Arbeitgeber lehnte die vom Arzt vorgeschlagene stufenweise Wiedereingliederung aber ab. Daraufhin legte der Mitarbeiter eine ärztliche Arbeitsfähigkeitsbescheinigung vor. Der Medizinische Dienst seiner Krankenkasse bestätigte dem Beschäftigten außerdem die Arbeitsfähigkeit. Da der Arbeitgeber weiterhin eine Beschäftigung ablehnte, klagte der Mann auf Zahlung seines Lohns.

Arbeitnehmer hat Anspruch auf Schadensersatz

Das Urteil: Das Gericht sprach dem Mann das Geld zu. Arbeitgeber seien grundsätzlich verpflichtet, einer durch ein ärztliches Attest vorgeschlagenen stufenweisen Eingliederung nachzukommen, so die Richter. Weigere sich der Arbeitgeber, habe der Mitarbeiter Schadenersatzansprüche, zum Beispiel hinsichtlich des entgangenen Lohns.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. Januar 2013 14:27 Uhr

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