Überstunden von Gutverdienern werden meist nicht bezahlt

Überstunden von Gutverdienern werden meist nicht bezahlt

Durchschnittlich leisten die Deutschen 12,3 Überstunden im Monat. Jedoch werden nicht bei allen die Überstunden auch entsprechend vergütet.

Karte zur Arbeitszeiterfassung

© dpa

Karte zur Arbeitszeiterfassung - Wer ein hohes Gehalt bekommt, muss sich damit abfinden, auch mal länger zu arbeiten - ohne dass er dafür zusätzlich bezahlt wird. Foto: Armin Weigel

Unbezahlte Überstunden gelten bei einem hohen Bruttogehalt als abgegolten. Niedrigverdienern müsse der Arbeitgeber Mehrarbeit dagegen in der Regel bezahlen, sagt Michael Henn, Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Arbeitsrechtsanwälte in Stuttgart. «Es besteht eine erhebliche Korrelation zwischen der Höhe des Gehalts und der Rechtmäßigkeit von unbezahlten Überstunden.»

Obergrenze von Überstunden durch Arbeitszeitgesetz geregelt

Grundsätzlich regelt das Arbeitszeitgesetz die Obergrenze für die Überstunden. Das besagt, dass die tägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten darf. Im Ausnahmefall dürfen es an einem Arbeitstag auch zehn Stunden sein, wenn es innerhalb von sechs Monaten durchschnittlich bei acht Stunden pro Tag bleibt.

Nur die Hälfte aller Überstunden werden vegütet

Einer neuen Studie zufolge leisten die Arbeitnehmer in Deutschland im Durchschnitt 12,3 Überstunden pro Monat, von denen allerdings nur etwas mehr als die Hälfte vergütet werden. Das berichtete die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf die Untersuchung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 7. Januar 2013 16:50 Uhr

Mehr zum Thema