Arbeitgeber muss ärztlich verordnete Arbeitsmittel zahlen

Arbeitgeber muss ärztlich verordnete Arbeitsmittel zahlen

Wenn Mitarbeiter beispielsweise eine Spezialbrille brauchen weil sie bei der Arbeit stundenlang auf einen Bilschirrm schauen müssen, ist der Arbeitgeber in der Pflicht diese bereit zustellen. Davon profitieren beide Seiten.

Eine Frau vor einem Bildschirm

© dpa

Wenn es die Gesundheit erfordert, hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf spezielle Arbeitsmittel. Dazu können beispielsweise vertikale Mäuse, Bildschirmbrillen oder höhenverstellbare Tische gehören, an denen im Stehen gearbeitet werden kann. «Die Kosten für die Arbeitsmittel liegen grundsätzlich beim Arbeitgeber», erklärt Jörg Feldmann von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Allerdings darf der Arbeitnehmer nicht selbst lospreschen und seine Einkäufe dem Arbeitgeber erst im Anschluss in Rechnung stellen.

Arbeitgeber muss Arbeitsmittel zur Verfügung stellen

Wenn gesundheitliche Probleme vorliegen, geht der Weg stattdessen über den Betriebsarzt des Unternehmens. Durch Gespräche, Untersuchungen oder die sogenannte Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes könne er ermitteln, ob sich die Gesundheit des Mitarbeiters durch spezielle Arbeitsmittel verbessern lasse, so Feldmann. Verordne der Betriebsarzt dann zum Beispiel eine Bildschirmbrille, sei der Arbeitgeber in der Pflicht. «Für ihn ist es ja letztlich auch sinnvoll, einen gesunden und motivierten Mitarbeiter zu haben», sagt Feldmann.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 7. Januar 2013 17:11 Uhr