Arbeitszeugnis: Arbeitgeber bestimmt die Formulierungen

Arbeitszeugnis: Arbeitgeber bestimmt die Formulierungen

Bei der Wortwahl im Arbeitszeugnis kann der ausscheidende Mitarbeiter nicht viel beanstanden: Die Formulierungen liegen im Ermessen des Chefs.

Arbeitszeugnis

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Der Chef darf über die Wortwahl im Arbeitszeugnis entscheiden- und muss sich nur auf zurückliegende Tatsachen beschränken.

Das Arbeitsgericht Frankfurt wies die Klage eines Vertriebsmanagers gegen einen Software-Dienstleister zurück. Der bei der Firma ausgeschiedene Arbeitnehmer wollte in seinem Arbeitszeugnis bestimmte Formulierungen lesen, etwa dass er «aus eigenem Wunsch» ausgeschieden sei, um sich beruflich neu zu orientieren. Das Unternehmen schrieb dagegen von einem «aus betrieblicher Veranlassung erfolgtem Ausscheiden».

Arbeitszeugnis muss keine Angaben zur beruflichen Zukunft machen

Laut Gericht ist an dieser Formulierung nichts zu beanstanden. Äußerungen im Arbeitszeugnis hätten sich auch stets auf zurückliegende Tatsachen zu beschränken und müssten daher keine Angaben zur beruflichen Zukunft des Arbeitnehmers enthalten.

Aktenzeichen 7 Ca 1773/12

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 12. September 2012 12:06 Uhr