Altersdiskriminierung im Job: Entschädigung einklagen

Altersdiskriminierung im Job: Entschädigung einklagen

Bekommen Bewerber eine Stelle nur deshalb nicht, weil sie zu alt sind, können sie eine Entschädigung einklagen.

Beispiel für Altersdiskriminierung

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Ein Beispiel für Altersdiskriminierung: Es wird ausdrücklich ein «junger» Mitarbeiter gesucht.

Wenn eine Bewerbung wegen des Alters abgelehnt wird, kann man eine Entschädigung einklagen. Grundlage dafür ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Danach darf kein Bewerber wegen seines Alters vom Arbeitgeber diskriminiert werden. Jeder fünfte Deutsche (21 Prozent) hat sich schon einmal wegen seines Alters benachteiligt gefühlt. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag der ADS hervor.

Fristen beachten

Wollen abgelehnte Bewerber eine Entschädigung geltend machen, müssen sie sich jedoch an gewisse Fristen halten. «Der Bewerber muss innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Absage seine Ansprüche beim Arbeitgeber schriftlich geltend machen», sagt Bernhard Franke von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). Anschließend müsse innerhalb von drei Monaten eine Klage beim Arbeitsgericht eingereicht werden.

Stellenanzeige aufheben

Vor dem Arbeitsgericht müsse der Bewerber dann Indizien vortragen, die belegen, dass er die Stelle aufgrund seines Alters nicht bekommen hat. «Ein Indiz kann zum Beispiel sein, dass in der Stellenanzeige ausdrücklich Unterstützung für ein junges, dynamisches Team gesucht wurde», erklärt Franke. Bei erfolgreicher Klage beträgt die Entschädigung laut Franke ein bis drei Monatsgehälter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 24. Januar 2012 12:09 Uhr