Pfandbons fälschen rechtfertigt Kündigung

Pfandbons fälschen rechtfertigt Kündigung

Mitarbeiter, die Pfandbons fälschen, können fristlos gekündigt werden.

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Gefälschte Pfandbons rechtfertigen eine Kündigung.

Das entschied das Arbeitsgericht Berlin, wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt. Eine Kündigung ist auch dann rechtens, wenn es sich nur um einen geringen Betrag handelt und die betreffende Person schon lange bei dem Arbeitgeber beschäftigt ist, urteilten die Richter.

In dem Fall war ein Verkäufer seit 17 Jahren als Kassierer beschäftigt. Ihm wurde vorgeworfen, Pfandbons per Hand erstellt zu haben, ohne tatsächlich Leergut entgegengenommen zu haben. Das Pfandgeld habe er dann an sich genommen. Insgesamt lag der Schaden bei rund sechs Euro. Das Arbeitsgericht bestätigte die fristlose Kündigung.

Kündigung auch nach langjähriger Beschäftigung

Die Richter wiesen zur Begründung darauf hin, dass der Angestellte gegenüber dem Arbeitgeber und im Prozess den Sachverhalt jeweils unterschiedlich geschildert habe und damit unglaubwürdig erschienen sei.

In der Interessenabwägung seien die 17 Jahre Beschäftigungszeit zwar zugunsten des Angestellten zu berücksichtigen. Gegen ihn als Verkäufer mit Kassiertätigkeit hätten jedoch die dringenden Verdachtsmomente gesprochen. Auch der relativ geringe Betrag könne nicht zu seinen Gunsten berücksichtigt werden.

(Aktenzeichen: 1 Ca 5421/10)
 
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Februar 2011 12:04 Uhr

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