Schimmel nicht mit Essig bekämpfen

Schimmel nicht mit Essig bekämpfen

Als altes Hausmittel gegen Schimmelpilze wird oft Essig empfohlen. Aber er bewirkt genau das Gegenteil.

Putzmittel selber machen

© dpa

Essig als Putzmittel ist bei Schimmel keine gute Idee.

Zur Bekämpfung von Schimmelpilzen in Wohnungen empfehlen manche Ratgeber eine Essiglösung. Diese Maßnahme ist nach Ansicht des Umweltbundesamtes in Dessau aber nicht sinnvoll.

Essig kann Schimmelbildung fördern

Denn viele Baustoffe und besonders Kalk bewirkten eine Neutralisation des Essigs. Hinzu komme, dass mit dem Essig organische Nährstoffe auf das Material gelangten. Dieses könne das Pilzwachstum sogar fördern. Oder anders gesagt: Der Essig wird zur Nahrungsquelle für den Schimmelpilz und hält ihn am Leben. Raue und großporige Oberflächen sind von diesem Effekt deutlich stärker betroffen als sehr glatte.

Essig verätzt die Haut

Ein weiterer Grund für den Verzicht auf Essig als Mittel zur Schimmelbekämpfung ist der hohe Säuregrad. Das gilt vor allem für Essigessenz, die im Labor hergestellt wird und einen pH-Wert von 2 hat. Wer Essig verwendet, sollte entsprechende Schutzkleidung und eine Schutzbrille tragen, um sich weder Haut noch Augen zu verätzen.

Bei Schimmelbefall Experten fragen

Gerade Bekämpfung von großflächigem Schimmel sollte besser ein Fachmann um Rat gefragt werden. Die Experten entfernen den Pilz mit Mitteln, die die befallenen Oberflächen nicht in Mitleidenschaft ziehen und dem Schimmel keine Chance lassen. Gefragt sind aber auch immer die Bewohner: Ausreichendes Lüften und Heizen sind ein Muss, um erneutem Befall vorzubeugen.

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: 20. März 2019

Schimmel in der Wohnung