Ökologische Baumaterialien sind nicht immer schadstoffarm

Ökologische Baumaterialien sind nicht immer schadstoffarm

Öko-Labels auf Baumaterialien ist nicht immer zu trauen. Manche ökologische Farben, Teppiche oder Tapeten enthalten sogar mehr Schadstoffe als die konventionelle Variante.

Tapeten im Baumarkt

© dpa

Auch ökologische Tapeten können Schadstoffe enthalten - genauso wie Baustoffe und Bodenbeläge.

Als ökologisch gekennzeichnete Baumaterialien sind nicht zwangsläufig auch schadstoffarm. Selbst natürliche organische Lösemittel können Terpengemische enthalten, die Haut und Schleimhäute reizen und allergische Reaktionen zur Folge haben. Darauf weist der Tüv Rheinland hin.

Lösemittelfrei und trotzdem gesundheitsschädlich

Auch Produkte, die die Hersteller als lösemittelfrei bezeichnen, sind nicht schadstoffarm. Denn ihnen werden auch organische Flüssigkeiten beigemischt, die nicht zu den Lösemitteln zählen. Diese Stoffe dünsten aus und können die Raumluft belasten - und das laut Tüv teilweise sogar über einen längeren Zeitraum als herkömmliche Lösemittel.

Herstellerhinweise für Materialien beachten

Tüv-Experte Walter Dormagen rät, immer die Herstellerhinweise zu beachten. Darin werden Erläuterungen zur Handhabung, Verarbeitung und Lagerung der Materialien gegeben. Betroffen sein können etwa Baustoffe, Tapeten, Bodenbeläge, aber auch Möbel sowie Reinigungs- und Pflegemittel.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 13. Februar 2017