Werkzeuge: Was Heimwerker brauchen

Werkzeuge: Was Heimwerker brauchen

Wie viele Schraubenzieher braucht man? Welche Elektrogeräte sind ein Muss? Und was sollten Heimwerker noch in der Werkzeugkiste haben? Ein Überblick.

  • Werkzeug-Set© dpa
    Sägen, Hammer, Schraubzwingen, Schraubenzieher oder Zollstock - bei der Bestückung ihrer Werkzeugkiste können sich Heimwerker an den Werkzeug-Sets aus dem Baumarkt orientieren. Foto: Nestor Bachmann
  • Schraubenschlüssel© dpa
    Hobby-Heimwerker brauchen nicht unbedingt in jeder erhältlichen Größe einen Schraubenschlüssel. Eine Auswahl an gängigen Größen reicht oft aus. Foto: Mascha Brichta
Bilder aufhängen, Möbel ausrichten, ein Scharnier festziehen- um solche Tätigkeiten kommt man im Haushalt kaum herum. Eine Grundausstattung an Werkzeug brauchen Heimwerker in jedem Fall. Was Heimwerker brauchen:

Werkzeugkoffer oder einzelne Werkzeuge kaufen?

Koffer mit Grundausrüstungen sind gerade für Anfänger verlockend. Außerdem überzeuge oft der günstige Gesamtpreis. Aber: Meist braucht man nur einen Bruchteil des Inhaltes. Michael Pommer, Trainer an der DIY-Academy in Köln, rät: «Sets können als Orientierung dienen.» Man sollte die Inhaltsliste durchgehen und das davon kaufen, was man wahrscheinlich am häufigsten braucht.

Welche Werkzeuge gehören zur Grundausstattung für Heimwerker?

Mehrere Schraubendreher für Schlitz- und Kreuzschlitzschrauben und verschiedene Schraubenschlüssel dürfen nicht fehlen. Sie gibt es im Set. Bei Zangen und Sägen rät Peter Birkholz, Ratgeberautor für die Stiftung Warentest, zu Einzelprodukten. «Eine Beißzange, ein Seitenschneider und eine Kombizange mit seitlichem Drahtschneider reichen fürs Erste.» Um ein Brett zu kürzen, braucht man eine Rückensäge oder eine kleine japanische Zugsäge, zum Kürzen von Schrauben oder Metallschienen eine Puksäge. Zum Entgraten ist eine kleine Feile gut. Dazu kommen noch zwei verschiedene schwere Hämmer, ein Cuttermesser mit Klingen zum Abbrechen, mehrere Spachtel, ein Entlüftungsschlüssel für Heizkörper, eine Wasserwaage und ein Zollstock oder ein Entfernungsmessgerät mit Laser. «Wer viele Deckeneinbaustrahler hat, sollte sich zudem einen kleinen Saugnapf zum Auswechseln zulegen», ergänzt DIY-Experte Pommer.

Bohrmaschine ist für Heimwerker unverzichtbar

Unter den Elektrogeräten ist nur die Bohrmaschine unverzichtbar. «Sie sollte unbedingt über ein Schlagwerk, besser ein Hammerwerk und Rechts-Linkslauf verfügen», erklärt Birkholz. Damit bohre der Heimwerker in jede Wand und könne sie auch zum Eindrehen von Schrauben benutzen. Dazu gehört ein Satz Stein- und Metallbohrer.
Akkuschrauber
© dpa

Lohnt sich nur für Vielschrauber

Akkuschrauber lohnt sich nur für Vielschrauber

Akkuschrauber sind wegen ihrer schnellen und leichten Handhabung beliebt, lohnen sich aber nur für Heimwerker, die viel schrauben. «Ein Akkuschrauber hält nicht ewig, denn sein Akku ermüdet irgendwann, und ungefähr nach fünf Jahren versagt er seinen Dienst völlig», erklärt Birkholz. Ein Ersatzakku sei dann nur noch mit Mühe zu bekommen. Ambitionierte Heimwerker, die sich weitere Elektrogeräte anschaffen, könnten alle Modelle mit Akku kaufen und dabei auf Produkte von einem Hersteller setzen. «Dann kann man einen oder zwei Akkus für alle Geräte benutzen», sagt Pommer.

Markenprodukte bieten mehr Arbeitssicherheit

Wie bei jedem Produkt ist die Frage nach Qualität und Preis wichtig. Pommer rät, gerade bei der Grundausrüstung auf Qualität zu achten. «Gute Werkzeuge erkennt man oft am eingeprägten Herstellernamen- welche das sind, kann man beim Verkaufspersonal erfahren», sagt Birkholz. Er findet, hochwertige Produkte seien ein Beitrag zur Arbeitssicherheit. «Denken Sie auch an Garantien und an ortsnahen Werkstattservice für Geräte», rät Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren.

Schrauben, Dübel und andere Verbrauchsmaterialien

Einen Minimalvorrat an Verbrauchsmaterialien wie Schrauben, Nägel und Dübel im Hobbykeller zu haben, ist ideal. «Schmiermittel sollte man vorrätig haben, für Fenster und Türen daneben Gleitfett, für die Waschmaschine oder den Wasserhahn Ersatzdichtungen», zählt Pommer auf. Klebebänder und strapazierfähige Kordeln sind für vieles zu gebrauchen. Silikon oder Spachtel hingegen werden am besten nach Bedarf gekauft. «Sie altern in der Kartusche. Als Pulver ziehen sie Feuchte an.»

Fotostrecken:

  • Renovieren© dpa
    Renovieren: Tipps für Heimwerker

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 24. November 2014