Tapezieren für Anfänger

Tapezieren für Anfänger

Mit Tapete bekommt ein Zimmer sofort einen neuen Look. Die meisten Tapeten lassen sich schnell und unproblematisch anbringen. Die Fotostrecke zeigt Anfängern, wie man unkomplizierte Tapeten wie Rauhfaser gerade und fest an die Wand bringt. Mustertapeten oder Fototapeten sollten Anfänger besser zusammen mit einem Heimwerker-Profi verkleben, sonst droht zu viel Materialverlust.

  • Tapezieren© Elena Kharichkina/ www.fotolia.com
    Tapeten sind Trend, selber machen auch und tapezieren ist gar nicht schwer! Am besten geht es zu Zweit, doch Einzelkämpfer schaffen es auch allein. Nur das Tapezieren der Decke ist allein fast unmöglich.
  • Tapetenbedarf ermitteln© dpa
    Vor dem Tapetenkauf werden die Wände vermessen, um dann den Bedarf an Tapetenrollen zu berechnen. Fast alle Tapeten werden in einer Breite von 53 Zentimetern angeboten, die Längen der Rollen sind allerdings unterschiedlich.
  • Tapetenart auswählen© ThorstenSchmitt/ www.fotolia.de
    Raufasertapete ist für Anfänger ideal: Sie ist einfach zu tapezieren und kann mehrmals überstrichen werden. Sie ist zudem umweltschonend, denn bei der Herstellung wird wenig Energie verbraucht und die Schadstoff-Belastung ist gering. Allerdings ist Rauhfaser nicht für Bad und Küche geeignet, da sie Spritzwasser nicht verträgt. Für Anfänger eignet sich auch leicht zu verarbeitende Vliestapete. Mustertapete ist zwar in, aber die sollten Anfänger beim ersten Mal nicht ohne Hilfe tapezieren, sonst droht zu viel Materialverlust.
  • Tapeten kaufen© Anatoly Vartanov/ www.fotolia.com
    Tapeten kann man in Fachmärkten, manchen Einrichtungshäusern, Spezialgeschäften oder auch im Internet kaufen. Beim Tapetenkauf unbedingt darauf achten, dass bei den Tapetenrollen die Seriennummern übereinstimmen, das gilt insbesondere bei bunten Tapeten. Sonst könnten- wenn auch minimale- Farbabweichungen vorkommen, die in der Produktion entstehen.
  • Eine Rolle mehr kaufen!© 3desc/ www.fotolia.com
    Beim Kauf der Tapeten sollte man nicht zu geizig sein, also lieber eine Rolle zuviel kaufen als später eine Rolle aus einer anderen Serie nachkaufen zu müssen. Manche Händler nehmen auch ungeöffnete Rollen zurück.
  • Material und Werkzeuge besorgen© Ralf Hahn/ www.fotolia.com
    Zum Tapezieren braucht man: Tapeziertisch, Zollstock, Eimer, Kleister, Quast, Scheren, Cuttermesser und Tapezierbürsten. Alles gibt es im Baumarkt zu kaufen oder man leiht es sich bei Freunden aus. Und: An eine Leiter, Abdeckplane und eine Schnur für ein Lot denken!
  • Wände vorbereiten© Pavel Losevsky/ www.fotolia.com
    Vor dem Tapezieren muss die Wand vorbereitet werden: Die zu tapezierenden Wände dürfen nicht feucht sein und keinen losen Putz oder Löcher haben. Alte Tapeten werden vor dem Anbringen der neuen Tapete entfernt.
  • Alte Tapeten ablösen© TwilightArtPictures/ www.fotolia.com
    Hartnäckig klebende Alt-Tapeten werden zuerst mit einem Messer kreuz und quer eingeritzt und anschließend mit heißem Wasser und etwas Spülmittel eingestrichen. Spezielle Tapetenablöser braucht man nur in Ausnahmefällen. Nach 10 bis 15 Minuten Einweichzeit lässt sich die Tapete dann abziehen, Reste werden mit einem Spachtel angenommen.
  • Löcher und Risse verspachteln© Mario Spann/ Creative Commons
    Löcher, Risse und loser Putz müssen vor dem Tapezieren verspachtelt werden, da sich sonst Hohlräume unter den Tapeten bilden oder die Tapeten nicht richtig kleben bleiben. Sehr bröckelige Untergründe müssen ggf. mit Tiefengrund behandelt werden.
  • Tapeten zuschneiden© ccke/ www.fotolia.com
    Bevor die Tapete an die Wand geklebt wird, muss sie auf die richtige Länge zugeschnitten werden. Dafür wird die Tapeten auf dem Tapeziertisch ausgerollt, vermessen und in Bahnen geschnitten. Die Bahnen unbedingt einen bis zu fünf Zentimeter länger als nötig bemessen, um eventuell vorhandene Höhenunterschiede (manche Decken und Wände sind schief!) ausgleichen zu können. Später wird der Überstand einfach abgeschnitten.
  • Tapeten und Wände einkleistern© Image Source IS2/ www.fotolia.com
    Zuerst den Kleister laut Gebrauchsanweisung anrühren und angegebene Quellzeiten unbedingt einhalten. Dann wird die Tapetenbahn auf der Rückseite mit dem Quast satt eingekleistert und so in sich zusammengelegt, dass sich nur die eingekleisterten Seiten berühren. Die Tapetenbahn dann rund fünf Minuten einweichen lassen, einen Teil vorsichtig auseinander falten und an die Wand anlegen. Hilfreich kann es sein, auch die Wand leicht einzukleistern, dann rutscht die Tapete beim Anbringen besser und die Position kann ggf. leichter korrigiert werden.
  • Decken tapezieren© dpa
    Soll die Zimmerdecke auch tapeziert werden, wird sie zuerst mit Tapeten beklebt. Allerdings: Alleine ist das nicht zu schaffen. Um Tapeten sauber an die Decke zu bringen, brauchen Heimwerker Hilfe.
  • Wände tapezieren© Jahr Henkel AG & Co. KGaA. Alle Rechte vorbehalten
    Nach der Decke kommen die Wände dran. Dabei gilt: Man tapeziert immer "mit dem Licht", das heißt, es wird am Fenster angefangen.
  • Die erste Bahn ausloten© auremar/ www.fotolia.com
    Die erste Tapetenbahn muss unbedingt gerade an die Wand gebracht werden, denn alle weiteren Bahnen richten sich an ihr aus. Dazu wird die jeweils erste Bahn mit Wasserwaage oder Lot senkrecht ausgelotet. Dann wird die noch teilweise zusammengefaltete feuchte Tapete in der oberen Ecke der Wand angelegt, der Rand ausgerichtet und leicht angedrückt. Mit Gefühl dann vorsichtig die Tapetenbahn langsam auseinander falten/ziehen und am Lot ausgerichtet nach unten auf die Wand bringen.
  • Luftblasen entfernen© Jahr Henkel AG & Co. KGaA. Alle Rechte vorbehalten
    Dann wird die Tapete auf der Wand mit einer Tapezierbürste oder einer Gummiwalze glatt gestrichen, wobei man sich von der Mitte zum Rand vorarbeitet. Dabei verschwinden auch Kleisterbeulen und Luftblasen, auch Falten können im feuchten Zustand meist noch weggebürstet werden. Lässt sich eine Luftblase nicht mehr mit entfernen, wird die Stelle mit einem Cuttermesser kreuzweise eingeschnitten. Die aufgeklappten Ecken werden dann noch einmal mit Kleister eingepinselt und möglichst so wieder angedrückt, dass die Nähte nicht mehr zu sehen sind.
  • Überschüssigen Kleister entfernen© Andrew Howe/ www.istockphoto.com
    Lose Ränder behandelt man mit Kleister nach. Um die Tapete nicht zu dehnen, sollte der Kleister mit einem feinen Pinsel aufgetragen werden. Nach dem Andrücken der Tapeten am Untergrund, überschüssigen Kleister sofort feucht entfernen.
  • Tapete vor überstreichen trocknen lassen© dpa
    Soll die neu angebrachte Tapete gestrichen werden (z. B. Rauhfaser) braucht sie etwa eine Nacht, um zu trocknen. Hält der Heimwerker diese acht bis zehn Stunden nicht ein und streicht noch im feuchten, halten die Tapeten nicht richtig und können abfallen.
  • Entsorgung von Tapete und Kleister© MARIA TOUTOUDAKIl/ www.istockphoto.com
    Tapetenreste gehören in die Restmülltonne des Hausmülls oder zu den Bauabfällen. Bereits angerührter Kleister entsorgt der Heimwerker am besten in einem abgeschlossenen Gefäß in den Müll.

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