Bienenwachstücher selber machen

Bienenwachstücher selber machen

Stofftücher, die mit Bienenwachs versiegelt wurden, sind eine umweltfreundliche Alternative zu Frischhalte- und Alufolie. Viel braucht man nicht um sie zu Hause selbst herzustellen.

  • Aufbewahrung im Bienenwachstuch© dpa
    Ist das Wasser beim Reinigen von Bienenwachstüchern zu heiß, schmilzt die Wachschicht und Keime können eindringen.
  • Mit Harz und Bienenwachs behandelte Stoffe© dpa
    Stoffe, die mit Harz und Bienenwachs behandelt werden, lassen sich über längere Zeit reinigen und wiederverwenden.
  • Alternative© dpa
    Mit Bienenwachs versiegelte Stofftücher sind eine Alternative zu Frischhalte- und Alufolien.
Tücher mit Bienenwachs sind eine gute Alternative zum Einwegprodukt Frischhaltefolie. «Kinderleicht» lassen sich diese herstellen, verspricht Dorothea Seeger vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Bienenwachstücher selber machen: So geht's

Dafür einen Baumwollstoff in gewünschter Größe am Rand einsäumen. Alternativ rät der BUND, den Stoff mit einer Zickzackschere in die gewünschte Größe zu schneiden, was ebenfalls das Ausfransen verhindern soll. Das Tuch auf einen Bogen Backpapier legen und Stücke Bienenwachs darauf verteilen.

Wachs sollte Tuch nur dünn versiegeln

Diese können etwa gesammelte kleine Reste von Bienenwachs-Kerzen sein, häufig lassen sich einzelne Stücke auch bei Imkern kaufen. Ein weiterer Bogen Backpapier wird darübergelegt und das heiße Bügeleisen darüber geschoben. Das Wachs schmilzt und verteilt sich dabei gleichmäßig auf dem Tuch. Der BUND rät, darauf zu achten, dass der ganze Stoff bedeckt ist und das Bienenwachs es nur dünn versiegelt.

Baumwollstoff muss lebensmittelecht sein

Achtung: Kurz warten, bevor man das Papier abzieht, da das Wachs noch heiß sein kann. Außerdem ist wichtig, dass gefärbte Baumwolle lebensmittelecht ist - also weder abfärbt noch in Lebensmittel übergeht

Bienenwachstücher nicht zu heiß abwaschen

Die Bienenwachs-Tücher gelten als trendige Alternative für Frischhaltefolie, die als Einwegplastik als umweltschädlich gilt. Aber: Die Tücher sind nicht in allen Fällen eine echte Alternative, denn sie lassen sich nur mit lauwarmem Wasser abwischen und nicht heiß spülen. Das würde das Wachs schmelzen lassen.

Keimbelastete Lebensmittel fernhalten

Das kann zum Hygienerisiko werden, wenn die Tücher etwa Kontakt mit keimbelasteten Lebensmitteln haben - was etwa bei rohem Fleisch oder Fisch der Fall sein kann, erläutert die Verbraucherzentrale Bayern. Im Zweifelsfall sollte man die Tücher nur zum Abdecken offener Gefäße verwenden. Das gelte vor allem für selbst gebastelte Tücher.

Dosen und Gläser als Alternativen zu Plastikfolie

Weitere gute Alternativen für die Frischhaltefolie sind Mehrwegdosen oder Schraubgläser. Viele Lebensmittel halten sich außerdem im Kühlschrank gut, wenn sie einfach nur in Küchenpapier eingeschlagen werden, etwa Salate.
Backpapier
© dpa

Alternativen zu Backpapier

Backpapier hält Ofen, Rost und Bleche sauber. Teig- oder Käsereste lassen sich leicht lösen. Doch einmal benutzt, landet es im Müll. Das muss nicht sein. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. Dezember 2019