Kerzen besser nicht auspusten

Kerzen besser nicht auspusten

Kerzen auszupusten ist keine besonders sichere Löschmethode. Und es gibt weitere Nachteile. Vier Argumente dagegen.

Einsatz eines Löschhorns

© dpa

Kerzen werden am besten ohne Luftzug gelöscht, zum Beispiel mit Hilfe eines sogenannten Löschhorns.

Kerzen auszupusten ist wohl die häufigste Methode, ihre kleine Flamme verschwinden zu lassen - aber ist es auch die beste? Stefan Thomann von der European Candle Association in Stuttgart rät dazu, die Flammen zum Beispiel mit einem Löschhorn zu ersticken.

Docht in heißes Wachs tauchen

Eine Alternative ist, den brennenden Docht mit einer Pinzette oder einem Löffelende in das heiße Wachs zu tauchen und direkt wieder aufzurichten. «Der Vorteil ist, dass der Docht dann mit Wachs überzogen ist und beim nächsten Anzünden wunderbar brennt.» Doch warum sollte man die Kerzenflamme nicht ausblasen? Thomann spricht von «vier guten Gründen dagegen»:

1. Mehr Qualm durch Auspusten

Durch das Ausblasen entsteht eine kleine Glutspitze am oberen Dochtende. Sie sorgt dafür, dass länger Rauchschwaden aufsteigen.

2. Kerze brennt schlechter

«Bei nicht allzu hochwertigen Kerzen glüht der Docht noch relativ lange, er kann sogar vollständig verglühen», erklärt Thomann. Dann brennt die Kerze beim nächsten Anzünden viel schlechter.

3. Dochtteile können Schaden anrichten

Der Docht kann Ausbuchtungen bilden. Durch den Luftzug können sich diese Teile lösen. Sie fliegen noch glühend herum und versengen möglicherweise den Teppich oder die Tischdecke.

4. Stichflamme beim Auspusten möglich

Bei Kerzen im Glas kann es vorkommen, dass sich beim Auspusten heiße Dämpfe entzünden und eine kleine Stichflamme entsteht. «Das passiert nicht, wenn man eine gute Kerze hat. Aber um sicherzugehen, sollte man auch deswegen auf das Auspusten verzichten», rät Thomann.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 16. Juli 2018