Echtpelz oder Kunstfell? Den Unterschied erkennen

Echtpelz oder Kunstfell? Den Unterschied erkennen

Wer auf echten Pelz verzichten möchte, kann sich nicht immer auf Etikett oder Preis verlassen. Doch es gibt Tricks um echtes von künstlichem Fell zu unterscheiden.

  • Echter Pelz oder Kunstpelz?© dpa
    Bei Kunstpelz erkennt man beim Auseinanderziehen das Gewebe.
  • Fell© dpa
    Zieht man Echtfell auseinander, ist die sogenannte Unterwolle aus feinen, dichten und flauschigen Haaren sowie Leder zu erkennen.
  • Kunstfell© dpa
    Bei einem Kunstfell erkennt man deutlich die maschinelle Verarbeitung, wenn man den Haarbesatz auseinanderzieht.
  • Haarspitzen© dpa
    Natürlich gewachsenes und nicht geschnittenes Haar wird nach unten hin dünner und spitzer. Solche Haarspitzen können ein Hinweis auf Echtpelz sein.
  • Haarspitzen© dpa
    Geschnittene Haarspitzen sind ein Hinweis auf Kunstpelz.
Echter Pelz an Kleidungsstücken muss laut einer EU-Verordnung eigentlich gekennzeichnet sein. Im Etikett steht: «Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs». Fehlt diese Kennzeichnung, können sich Käufer dennoch nicht sicher sein, ob es sich um Kunst- oder Echtpelz handelt.

Echter Pelz nicht immer deklariert

Laut eines Tests der Stiftung Warentest bestehen nämlich auch nicht-gekennzeichnete Produkte teils aus echtem Pelz. Das berichtet die Zeitschrift «test» (Ausgabe 2/2016). Auch die Tierschutzstiftung Vier Pfoten hat eine Stichprobe gemacht: 51 Prozent der getesteten Jacken, Mäntel und Mützen mit Echtpelzbesatz nicht vorschriftsmäßig ausgewiesen - vor allem im niedrigen Preissegment.

Felle von Marderhunden billiger als Kunstfell

Hintergrund sei, dass etwa Felle von Marderhunden sehr billig angeboten werden - billiger oder zumindest genauso teuer wie Kunstfell. Das heißt auch: Der Preis kann ein Hinweis auf Echtpelz sein - muss es aber nicht. Als Bommeln an Mützen oder Handschuhen gebe es Echtpelz teilweise für weniger als zehn Euro, erklärt Thomas Pietsch, Wildtierexperte von Vier Pfoten. Für Käufer gibt es aber ein paar Tricks, wie sie Echtpelz erkennen können.

Pusten: Echtpelz hat Unterwolle

Zum einen können sie hineinpusten: Bei echtem Fell geht beim Pusten das Deckhaar zur Seite, darunter kommt leicht gekräuselte, feine flauschige Unterwolle zum Vorschein, die sich schon bei einer leichten Brise bewegt. Webpelz ist starrer, häufig gleich lang geschnitten und fühlt sich wegen der statischen Aufladung leicht klebrig an.

Scheiteln: Leder oder Gewebe?

Außerdem können Verbraucher die Lederprobe nutzen: Dafür ziehen sie die Haare des Fells auseinander. Ist es echt, sieht man darunter Leder. Handelt es sich um Kunstpelz, kommt eine gewebte Textilschicht zum Vorschein, auf der die Haare befestigt wurden.

Anzünden: Kunstpelz riecht nach Plastik

Wer schon eine Jacke oder Mütze mit Pelzbesatz besitzt und prüfen möchte, ob dieser nicht doch echt ist, hat eine weitere Möglichkeit: Er kann ein paar Haare ausreißen und verbrennen. Kunsthaar schmilzt zu kleinen Klümpchen, es riecht wie Plastik. Riecht es aber nach verbranntem Haar oder Horn, ist der Pelz echt.

Spitzen: Gerade geschnitten oder spitz?

Auch ein genauer Blick auf die Spitzen der Haare lohnt sich übrigens: Sind sie gerade geschnitten, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Kunstpelz. Spitzes Haar kann hingegen ein Echtpelz-Indikator sein.
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Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: 29. Oktober 2018