Biomüll stinkt: Abfall in Zeitungspapier einwickeln

Biomüll stinkt: Abfall in Zeitungspapier einwickeln

Biomüll ist gut für Umwelt und Gewissen, fängt aber schnell an zu stinken. Mit ein paar Handgriffen kann man dem schlechten Geruch vorbeugen.

Lebensmittel im Müll

© dpa

Biomüll-Tonnen stinken sehr gerne mal. Dagegen hilft, etwas aufsaugendes Material mit in die Tonne zu geben.

Biomüll fängt schnell an zu müffeln, vor allem wenn es draußen sehr warm ist oder der Mülleimer in der Nähe der Heizung steht. Und eins sei gleich vorweg gesagt: «Müll wird nie nicht riechen», warnt Sabine Thümler von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR). Aber mit kleinen Tricks lässt sich der Geruch in Grenzen halten.

Feuchtigkeit im Biomüll sorgt für Gestank

Vor allem Biomüll stinkt. Hier rät Thümler, den Lebensmitteresten etwas von der Feuchtigkeit zu nehmen. Denn Feuchtigkeit in der luftdichten Tonnen bringen die Gärprozesse in Gang - und sie sind es, die für üblen Geruch sorgen. Gekochte Lebensmittelreste wie etwa für die Brühe ausgekochtes Gemüse und Knochen können Hobbyköche vor der Entsorgung beispielsweise in einem Sieb abtropfen lassen.

Biomüll in Zeitungspapier einwickeln

Man kann auch einfach etwas aufsaugendes Material mit in den Biomüll geben - oder ihn gleich darin einwickeln: Kartoffeln lassen sich zum Beispiel schälen, wenn Zeitungspapier direkt darunter liegt. Die Schalen wickelt man darin ein, dann kommt das Paket in den Müll. Auch Papiertüten sind eine Möglichkeit. Diese sollten allerdings unbeschichtet und möglichst unbedruckt sein. Bunt bedruckte Zeitschriften sind ebenfalls tabu, da sie die Feuchtigkeit nicht aufsaugen, nur sehr langsam verrotten und viele Chemikalien enthalten.

Natron in die Biotonne streuen

Oft wird auch geraten, feuchtigkeitsbindende Mittel wie Gesteinsmehl oder Kalk mit in die Tonnen zu streuen. Das Puder wird auf die Bioabfälle gestreut, landet aber immer auch auf den Wänden der Tonne - als klebrig-schmieriger Film. Ein altes Hausmittel ist Natron. Das Pulver wird einfach am Boden der Tonne ausgestreut, bildet aber ebenfalls einen Film. Auch biologisch abbaubares Katzenstreu und Sägespäne saugen überschüssige Feuchtigkeit auf. Kaffeepulver und zerstoßene Holzkohle wirken Gerüchen entgegen.

Mülltonnen in den Schatten stellen

Und vor allem im Sommer gilt: Natürlich sollten die Tonnen draußen nicht in der prallen Sonne stehen, denn das beschleunigt die Gärprozesse enorm. Viel besser steht der Behälter an einem schattigen Plätzchen. Wer kann, spült die Tonne nach der Leerung mit dem Gartenschlauch aus und lässt sie geöffnet in der Sonne trocknen. Das freut nicht nur die, die die Tonne selbst nutzen, sondern auch die Männer von der Müllabfuhr.

Quelle: dpa/BerlinOnline

| Aktualisierung: 23. September 2019