Unwetterschäden am Haus checken: Fünf Tipps

Unwetterschäden am Haus checken: Fünf Tipps

Unwetter mit Starkregen, Sturm und Hagel hinterlassen oft Spuren am Haus. Doch nicht alle Schäden sind auf den ersten Blick erkennbar. Eine Checkliste für Hausbesitzer.

Unwetterschäden am Haus

© dpa

Nicht alle Unwetterschäden am Haus sind so offensichtlich wie ein abgedecktes Dach.

Viele Schäden eines Sommergewitters sind offensichtlich: Schwere Sturmböen, Starkregen und Hagel decken Dächer ab, stürzten Bäume um und demolierten Autos. Aber auf Dauer schlimmer sind die Schäden, die man nicht auf den ersten Blick erkennt. Nach einem Sturm sollten Hausbesitzer ihr Gebäude von oben bis unten kontrollieren. Der Verband Privater Bauherren rät zu folgendem Vorgehen:

1. Nach dem Unwetter Fassade und Dach kontrollieren

Am Dach und an der Fassadenverkleidung kann starker Wind Teile lösen. Hausbesitzer checken daher, ob Dachziegel beschädigt sowie Schindeln, Bretter aus dem Giebelfeld oder von Gauben lose sind. Das Gleiche gilt für Teile der Solaranlage. Herabstürzende Teile können Passanten verletzen, dafür haftet in der Regel der Hausbesitzer.

2. Dachschrägen nach dem Unwetter nach Flecken absuchen

Böiger Wind kann Regen gegen die Schwerkraft nach oben und unter die geschlossene Ziegeldecke drücken. Das muss unbedingt repariert werden. Denn nasser Dämmstoff isoliert nicht mehr und wird sogar zum Wärmeleiter- in der Folge steigen im Winter die Heizkosten. Und an nassem Holz wachsen Pilze, es fault. Außerdem kann sich gesundheitsgefährdender Schimmel im Dachstuhl bilden, der über die innere Wandverkleidung in die Raumluft gelangt.

3. Auf feuchte Stellen an Fassade und Fenstern achten

Läuft Wasser an der Hausfassade herunter und hat sich ins Haus gedrückt, kann es ebenfalls zu Feuchteschäden mit Schimmelbefall kommen. Problemstellen sind besonders unter den Fensterbrüstungen oder an Fenstern und Türen.

4. Türen und Fenster auf Sturmschäden überprüfen

Sind Balkontüren, Fenster und Rollläden sowie deren Führungsschienen in Ordnung? Starker Wind kann sie vor allem am hohen Dach- und Giebelbereich aus den Verankerungen gerissen haben.

5. Regenrinnen und Fallrohre nach Unwetter reinigen

Regenabflüsse sollten von Laub und Ästen befreit werden, die der Wind hineingedrückt hat. Sonst kann der nächste Regen nicht ablaufen. Außerdem müssen Hausbesitzer prüfen, ob schwankende Bäume an Regenrinnen und Fallrohren gescheuert und diese beschädigt haben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. November 2015

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