Kühlschrank putzen: Auf die Reihenfolge kommt es an

Kühlschrank putzen: Auf die Reihenfolge kommt es an

Im Kühlschrank ist Hygiene besonders wichtig. Wie, wie oft und in welcher Reihenfolge man Kühlschränke am besten reinigt.

Kühlschrank reinigen

© dpa

Hygiene ist Pflicht: Experten empfehlen, alle vier bis sechs Woche den Kühlschranks zu reinigen.

Kühlschränke haben zwar oft eine Beschichtung gegen Keime, aber sie können sich nicht selbst reinigen. Alle vier bis sechs Wochen braucht der gesamte Kühlschrank eine Reinigung. Sonst müffelt es irgendwann nach faulen Eiern. Und die Bakterien gedeihen munter. So geht man vor:

1. Kühlschrank ausräumen und auswischen

«Alle beweglichen Teile, etwa Glasplatten, Gemüsefach oder die Kunststoff-Ablagen in der Tür, nimmt man heraus und reinigt sie am Spülbecken», sagt Monika Wittkowski vom DHB Netzwerk Haushalt. Dann folgt der Innenraum.

2. Das richtige Putzmittel wählen

«Sie können einen Allzweckreiniger oder Spülmittel nehmen, es gibt auch Produkte zur Kühlschrankreinigung, die speziell dafür konzipiert sind», sagt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). Scheuermilch ist für den Kühlschrank tabu. Die Schleifpartikel rauen die Oberfläche auf und verkratzen sie. An diesen Stellen können sich leichter Schmutz und Bakterien ablagern. Auch Scheuerschwämme eignen sich nicht.

3. Kühlschrank mit Essigwasser auswischen

Zum Abschluss empfiehlt Wittkowski ein altes Hausmittel: «Danach kann man mit Essigwasser noch mal alle Teile mehrmals abwischen. Das neutralisiert die Gerüche, die im Kühlschrank sind.»

4. Kühlschrank desinfizieren nicht nötig

Desinfektionsmittel sind nicht erforderlich. Bei einer gründlichen Säuberung mit Reinigungsmitteln werden Schmutzpartikel, vor allem Fett und Eiweiß, gelöst und mehr als 90 Prozent aller Oberflächenkeime entfernt, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Desinfektionsmittel belasteten das Abwasser.

5. Gummidichtung nicht vergessen

Beim Reinigen darf die Gummidichtung nicht vergessen werden, die rund um die Kühlschranktür verläuft. In deren Rillen setzt sich leicht Schmutz fest, es kann sich Schimmel bilden. Oder der Gummi klebt am Gehäuse fest und reißt. «Wenn die Gummidichtung rissig oder porös ist, dringt warme Umgebungsluft in den Innenraum des Kühlschranks ein», erklärt Roman Zurhold von der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur (dena). Der Kühlschrank verbrauche dann mehr Strom. Ob der Gummi noch dicht ist, zeigt eine angeschaltete Taschenlampe im geschlossenen Kühlschrank. Scheint ihr Licht in einer dunklen Wohnung nach außen, muss das Band ausgetauscht werden.

6. Kühlschrank außen abwischen

Sind Innenraum und Dichtung sauber, wird der Kühlschrank von außen abgewischt. Bei Edelstahl eignen sich weiche Schwämme und Mikrofasertücher sowie Wasser mit Spülmittel. Scheuerpulver und Silberputzmittel können der Oberfläche schaden. Darauf weist die Informationsstelle Edelstahl Rostfrei hin.

7. Edelstahl-Kühlschränke mit Spezialreiniger putzen

Hochglänzender Edelstahl werde mit einem speziellen Reiniger wieder sauber. «Die darin enthaltenen Polierkörper lösen Fett, Fingerabdrücke, Speisereste und Kalk», erläutert Glassl. «Ebenfalls enthaltene Pflegebestandteile bilden eine Schutzschicht und verhindern ein schnelles Anlaufen der Oberfläche». Für gebürsteten oder mattierten Edelstahl empfiehlt er ebenfalls spezielle Produkte, denn diese enthielten keine Polierkörper. Sie sollten in Strichrichtung angewendet werden.

8. Kühlschrank-Rückseite absaugen

Über das Gitter auf der Rückseite gibt der Kühlschrank Wärme, die er aus seinem Inneren herauspumpt, an die Umgebungsluft ab. «Je mehr Staub auf dem Gitter liegt, desto weniger Wärme kann abgegeben werden und desto schwerer hat es der Kühlschrank», erklärt Energieexperte Zurhold. «Einmal im Jahr sollte es daher mit einem Staubtuch oder dem Staubsauger gereinigt werden.» Das ist aber nur bei frei stehenden Geräten möglich.

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 27. März 2020

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