Sturmschäden: Das Haus auf einen Orkan vorbereiten

Sturmschäden: Das Haus auf einen Orkan vorbereiten

Zwar kann ein Orkan hierzulande kaum ein ganzes Haus wegpusten, aber Stürme und heftige Winde verursachen oftmals Schäden. So bereiten sich Hausbesitzer auf einen Sturm vor.

Orkantief «Xaver»

© dpa

Hausbesitzer sollten sich gut auf schwere Stürme vorbereiten.

Hausbesitzer sollten Orkane und Winterstürme ernstnehmen und ihr Haus gut darauf vorbereiten. Was Experten empfehlen:

1. Lose Gegenstände vor dem Sturm befestigen

Alle losen Gegenstände im Garten wie Stühle, große Blumentöpfe, Dekopbjekte und andere Dekoration müssen rechtzeitig vor Einsetzen des Sturmes ins Haus geholt oder festgemacht werden.

2. Bei Orkanen Fenster schließen

Alle Fenster schließen - auch jene, die im Keller oder Dachboden immer gekippt sind. Hier kann ein Durchzug entstehen, der Schaden im Haus anrichtet. Scheiben könnten zu Bruch gehen. Da mit dem Sturm häufig ein Temperatursturz einhergeht, können bei offenen Fenstern im Keller die Leitungen einfrieren. Eine Ausnahme gibt es: Wird die Luftzufuhr zum Kachelofen oder Kamin über Fenster im Keller gewährleistet, müssen diese offen bleiben.

3. Rolläden schließen - oder offen lassen

Rollläden ganz runter - oder ganz auflassen. Denn der Wind dringt zwischen nur halb geschlossene Läden und das Fenster. Er drückt den Rollladen dann aus der Führung. Klappläden auf jeden Fall festmachen.

4. Rückstauklappe im Abwasserkanal kontrollieren

Wenn Hochwasser drohen kann, sollten Hausbesitzer sichergehen, dass die Rückstauklappe im Abwasserkanal funktioniert. Denn ist die Kanalisation mit viel Regenwasser überfordert, drückt das Wasser auch schon mal durch die Abflüsse im Haus hoch. Das erläutert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Eine Rückstauklappe verschließt bei Druck von unten das Rohr.

5. Dachrinnen und Fallrohre überprüfen

Hausbesitzer sollten kontrollieren, ob die Dachrinnen und Fallrohre frei sind. Denn verstopft Laub die Rinnen, sucht sich Regenwasser andere Wege. Dabei kann es Schäden an der Fassade oder am Dach verursachen.

6. Heizöltanks vor dem Sturm sichern

Sollte es zu Überschwemmungen kommen, sollten Heizöltanks so gesichert sein, dass die Flut sie nicht anheben kann. Dafür gibt es etwa Verankerungen, oder der Tank wird notfalls mit Erde bedeckt. Leitungen müssen schnell gesperrt werden können.

7. Bei Überschwemmungsgefahr Möbel retten

Wer kann, sollte bei drohenden Überschwemmungen Möbel und Geräte wegschaffen oder in sichere Räume in höheren Stockwerken bringen. Die schwere Waschmaschine und die Tiefkühltruhe sollten zumindest ausgesteckt sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Januar 2018