Schimmel wirksam bekämpfen

Schimmel wirksam bekämpfen

Schimmelpilze schaden der Gesundheit, sie erzeugen schlechte Gerüche und können zu Schäden am Putz führen. Die Pilzsporen werden über die Atemwege oder die Haut aufgenommen. Bei einigen Schimmelpilzen wird vermutet, dass sie Lungenerkrankungen und Allergien hervorrufen. Daher sollte man bei Schimmelbefall auf keinen Fall die Augen verschließen. Mit einfachen Mitteln kann man den Schimmel bekämpfen und einem neuem Befall vorbeugen. Bei großflächigem Schimmelbefall muss ein Fachmann ran. Mehr zum Thema "Schimmel in der Wohnung"

  • Fliesenfugen richtig reinigen© dpa
    Regelmäßiges Lüften, hilft Schimmel vorzubeugen. Wer ihn trotzdem im Bad entdeckt, kann bei kleinen Flächen selbst dagegen vorgehen.
  • Schimmel bekämpfen© dpa
    Solange Schimmel in der Wohnung nur oberflächlich an kleinen Stellen sitzt, kann man selbst etwas dagegen tun. Als bewährte Chemikalien gelten 70 bis 90 prozentiger Alkohol, Spiritus, Peressigsäure, Wasserstoffperoxid oder Isopropanol. Peroxidhaltige Mittel sind dabei den chlorhaltigen vorzuziehen, weil bei ihrem Abbau nur Wasser entsteht und kein schädliches Chlor.
  • Tiefsitzender Schimmel© dpa
    Tiefer sitzende Schimmelpilze etwa in Fugen im Bad können mit Dampfreinigern beseitigt werden. Dabei ist es wichtig, immer bei weit geöffneten Fenstern zu arbeiten, damit die Zugluft die freigesetzten Schimmelsporen zumindest teilweise weglüftet. Sich selbst muss man durch eine Atemmaske der Schutzklasse P3 und Gummihandschuhe schützen. Es ist besser, den Schimmel wegzuwischen statt abzusaugen, damit weniger Pilzsporen in die Luft gelangen.
  • Verschimmelte Tapeten entfernen© dpa
    Verschimmelte Tapete muss runter von der Wand. Vorher muss die Tapete allerdings mit Folie abgeklebt werden, um die Freisetzung und Verbreitung von Schimmelsporen gering zu halten. Ein belasteter Wandputz sollte vor dem Abschlagen aus diesem Grund leicht angefeuchtet werden. Wichtig ist neben dem Entfernen des belasteten Materials, die Ursache für den Schimmel zu erforschen. Dabei muss unter Umständen ein Fachmann helfen.
  • Richtig Lüften© dpa
    Bis zu 15 Liter Wasser werden in einem Vier-Personen Haushalt pro Tag als Wasserdampf abgegeben: durch Atmen und Schwitzen, Kochen oder Wäsche trocknen. Dieser Wasserdampf muss durch Lüften beseitigt werden. Beim Lüften sollte man die Wetterlage und die Jahreszeit berücksichtigen.
  • Richtig Lüften im Frühling© dpa
    Mit dem Übergang von Dauerfrost zu Tauwetter werden die Schimmelsporen auch aktiv. Bei solchen Wetterlagen ist die Außenluft besonders feucht. Wird zu wenig gelüftet, entsteht oft Tauwasser im Putz oder in der Tapete. In diesem feuchten Milieu wachsen Schimmelpilzsporen besonders gut. Deshalb ist es bei Tauwetter sehr wichtig, dass die Wohnung regelmäßig gelüftet wird. So kann sich die Feuchtigkeit schneller verflüchtigen und den Schimmelsporen wird die Lebensgrundlage entzogen.
  • Richtig Lüften im Sommer© dpa
    Ist es draußen schwülwarm und drinnen oder im Keller angenehm kühl, dann strömt beim Lüften an schwülen Tagen warme, feuchte Luft von draußen ins kühle, trockene Haus. Die Folge ist Schimmel. An schwülen Sommertagen ist es deshalb ratsam, nur nachts zu lüften oder auch einmal einen Tag lang darauf zu verzichten.
  • Richtig Lüften im Herbst und Winter© dpa
    Im Herbst ist die Außenluft feucht und deshalb muss öfter gelüftet werden als im kalten Winter. Mehrmaliges Stoßlüften von 10 bis 15 Minuten ist die beste Methode, Schimmel zu vermeiden. Ausreichendes Heizen aller Räume beugt ebenso vor, sonst kann sich die Nässe an den auskühlenden Wänden, Decken oder in Ecken und an Kanten als feuchter Film niederschlagen: ein idealer Nährboden für Schimmelsporen.