Frühjahrsputz mit System: Der 7-Schritte-Plan

Frühjahrsputz mit System: Der 7-Schritte-Plan

Je nach Wohnungsgröße kann der Frühjahrsputz zwei Tage dauern. Wer den großen Frühjahrsputz mit System angeht, ist aber effektiver.

  • Jalousien machen Arbeit© dpa
    Jalousien machen leider etwas Arbeit: Hier muss man die Lamellen einzeln und von beiden Seiten mit einem trockenen Tuch abwischen.
  • Geschirrspülmaschine© dpa
    Auch die Geschirrspülmaschine braucht ab und an etwas pflege - insbesondere die Türdichtungen.
  • Schmale Düse am Staubsauger© dpa
    Spezielle lange Bürsten und eine schmale Düse am Staubsauger erleichtern das Reinigen der Heizkörper.
  • Polstermöbel richtig pflegen© dpa
    Für den groben Schmutz im Alltag: Die Polsterdüse befreit Sofa und Sessel von Krümeln und Haaren.
  • Frühjahrsputz© dpa
    Von oben nach unten putzen ist effektiver.
Wer beim Frühjahrsputz systematisch vorgeht, ist schneller fertig. Beispielsweise ist es besser, erst zu entrümpeln, dann Fenster zu putzen und Staub zu wischen und danach die Funktionsräume wie Bad und Küche zu putzen.

Was für den Frühjahrsputz gebraucht wird

Zur Grundausstattung für das Meisterstück der Hausarbeit gehören neben Staubwedel, Staubsauger, Wischlappen, Eimer und Putzmitteln auch ein Paar Gummihandschuhe. Die schonen die Hände und mindern die Scheu vor ekligem Dreck.

Schritt 1: Wohnung aufräumen

Zuerst werden in der ganzen Wohnung die herumliegenden Gegenstände aufgeräumt: Zeitungen und Magazine werden weggeräumt oder entsorgt, Spielzeug kommt in die Kisten und Regale im Kinderzimmer, schmutzige Wäsche in die Waschküche, Kleidung zurück in den Schrank. Jetzt ist auch die Gelegenheit, ausgediente Möbel oder Überflüssiges in den Keller zu bringen oder gleich zu entsorgen.

Schritt 2: Fenster putzen, Gardinen waschen

Im Frühling ist Zeit, die Gardinen zu waschen. Auch die Fenster sollten geputzt werden. Der Reiniger für die Scheiben muss in Wasser gelöst werden.

Schritt 3: Staub wischen

Dann geht es dem Wintergrau an den Kragen: Staubwischen ist angesagt. Die lästige Arbeit macht mehr Spaß, wenn man dazu Musik aufdreht. Bücherregale werden zuerst mit einem Staubwedel von Dreck befreit. Dann werden die Regale von oben nach unten ausgewischt, da der Schmutz dann von oben auf das untere Regalbrett fallen kann. Zum Frühjahrsputz gehört außerdem, Schubladen zu entrümpeln und auszuwischen. Monitore von PC oder Fernseher sollten mit einem Spezialreiniger geputzt werden. Zimmerpflanzen freuen sich über eine ausgiebige Dusche, die den Staub von den Blättern spült.

Schritt 4: Böden saugen und wischen

Anschließend werden die Teppiche gesaugt und glatte Böden gewischt, natürlich beginnend in der hintersten Ecke. Teppiche können auch mit speziellen Pulvern gründlich gesäubert werden. Generell sollten verschmutzte Fußböden nur nebelfeucht und nicht nass gereinigt werden. Denn zu viel Nässe ruiniert manche Bodenbeläge, insbesondere Dielenböden und Parkett aus Holz können sich verziehen, Laminat kann aufquellen. Die Wohnräume sind dann fertig, und wer es selbst auch ist, kann Küche und Bad als Extraprojekt am nächsten Tag angehen.

Schritt 5: Küche putzen

Küche und Badezimmer sollten als eigenständiges Putzprojekt erst nach den anderen Räumen folgen, da man immer wieder an die Spüle muss oder Wasser holt. In der Küche säubert man zuerst die Schränke von innen, dann alle Fliesen und Arbeitsflächen. Wichtig ist, das richtige Putzmittel zu verwenden: Ist eine Oberfläche nur leicht verschmutzt, reicht ein Allzweckreiniger, bei Fettverschmutzungen eignen sich alkalische Küchenreiniger.

Wer es supergründlich und alles auf einmal machen will, kann auch gleich Kühlschrank und Herd putzen. Deren Einzelteile wie Glasplatten oder Plastikteile können sehr gut im Geschirrspüler gereinigt werden. Statt des Reinigertabs gibt man dafür besser einen Schuss Spülmittel hinein, das schont empfindliche Kunststoffteile. Zum Schluss kommt der Boden dran.

Schritt 6: Badezimmer putzen

Zuerst werden Waschbecken, Badewanne und Toilette saubergemacht, hier hilft ein leichtes Scheuermittel. Der Lappen sollte nach der WC-Reinigung sofort weggeworfen werden, damit Bakterien nicht überall im Rest der Wohnung verteilt werden. Die Armaturen sind oft verkalkt, spezielle Badreiniger beinhalten kalklösende Substanzen. Alternativ hilft eine aufgeschnittene Zitrone, mit der man die Flächen abreibt. Für die Kacheln reicht ein Allzweckreiniger. Es empfiehlt sich darüber hinaus, Kosmetikprodukte auf ihre Haltbarkeit zu prüfen. Sind Produkte abgelaufen, können sie allergische Reaktionen verursachen.

Schritt 7: Zum Finale Flur wischen

Sind alle Räume geputzt, werden zum strahlenden Finale noch die Haustür und der Flur gereinigt, gesaugt und gewischt.

Tipps: Genug Zeit einplanen, Pausen machen, selbst loben

Der Frühjahrsputz braucht Zeit. Grundsätzlich sollte man für die Arbeiten lieber etwas zu viel Zeit statt zu wenig einzuplanen. Für ein Fenster sollte man mit 15 Minuten rechnen. Das Abwischen der Oberschränke in der Küche dauert bis zu einem halben Tag. Als Faustregel gilt, die geschätzte Zeit mit 1,5 zu multiplizieren. Dann bleiben Reserven für Unvorhergesehenes. Am besten wird vor dem Beginn eine Liste erstellt, welche Räume einen Frühjahrsputz benötigen - und dann nach und nach alle abgehakt.

Der Frühjahrsputz ist körperliche Arbeit, also auch mal eine Pause einlegen, Kaffee trinken, etwas essen. Unbedingt sollte man in einem fertig geputzten Raum sein Werk auch mal in Ruhe betrachten und sich nötigenfalls selbst für die harte Arbeit loben.

Fotostrecken:

  • Putzschwamm© michael lorenzo/ www.sxc.hu
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  • Bad reinigen© dpa
    Fit durch Hausarbeit
  • Frau in der Küche© dpa
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Quelle: kra/BerlinOnline/dpa

| Aktualisierung: 26. Februar 2019