Brände vermeiden: Tipps für eine sichere Adventszeit

Brände vermeiden: Tipps für eine sichere Adventszeit

Wie man sicher mit Adventskranz, Kerzen und Lichterketten dekoriert.

Kerze entzündet Tannenzweig

© dpa

Brandgefahr: Soll der Christbaum mit Kerzen geschmückt werden, ist besondere Vorsicht geboten.

Weihnachten ist ein Fest der Liebe- und der Gefahren: In der Adventszeit entstehen in deutschen Haushalten jedes Jahr um die 36 Millionen Euro Schaden in etwa 15.000 Fällen. Meist sind Brände die Ursache, die von Weihnachtsbäumen oder Kränzen aufs Mobiliar übergreifen.
Tipps, damit es nicht so weit kommt:

Kerzen beim Adventskranz nicht runterbrennen lassen

Ein vertrockneter Adventskranz kann schnell einen Wohnungsbrand auslösen.
Adventskranz
© dpa

Ein trockener Adventskranz fängt schnell Feuer

Deshalb sollte das Tannengrün regelmäßig ausgetauscht werden. Außerdem dürfen Kerzen an Gestecken nie ganz runterbrennen. Selbstlöschende Kerzen bieten zusätzliche Sicherheit. Kerzen sollten auch niemals unbeaufsichtigt und in der Nähe von brennbaren Stoffen aufgestellt werden.

Sicheren Weihnachtsbaumständer verwenden

Beim Weihnachtsbaums ist zunächst der sichere Stand des Baums zu beachten. Dafür muss niemand mehr unter die Tanne kriechen, denn heute sind auf dem Markt fast nur noch Christbaumständer mit Seiltechnik erhältlich. Damit lässt sich der Baum bequem per Fußhebel fixieren. Teuer müssen diese Ständer nicht sein. Auch im Discounter-Bereich kann man Schnäppchen machen. Entscheiden kann man sich zwischen Ein-Seil- und Vier-Seil-Technik. Sicherer ist die Ein-Seil-Technik, bei der das Seil direkt durch alle Spannkrallen verläuft. So lassen sich auch unregelmäßige Stämme perfekt senkrecht stellen. Bei der Variante mit vier Seilen wird jede Kralle von einem Seil gefasst.

Für Bewässerung des Baums sorgen
Weihnachtsbaum
© Das Sichere Haus/dpa/tmn

Ein Weihnachtsbaum brennt innerhalb von Sekunden

Die meisten Weihnachtsbaumständer sind mittlerweile mit einem Wassertank kombiniert, der den Baum stabilisiert und bewässert. Wenn der Baum in die beheizte Wohnung kommt, geht es ihm dort wie einem Blumenstrauß. Ohne Bewässerung trocknet er schnell aus, nadelt und ist viel brennbarer. Daher sollten Verbraucher den Stamm beim Händler nicht anspitzen lassen, sondern selbst frisch ansägen- so nimmt der Baum das Wasser optimal auf.

Weihnachtsbaum nicht im Luftzug aufstellen

Um ein Umkippen zu vermeiden, sollte der Baum nicht im Luftzug zwischen Tür und Fenster stehen. Im Zweifelsfall ist es besser, ihn zusätzlich an der Wand zu befestigen, etwa mit Blumendraht - allerdings so, dass er für Kinder nicht zur Stolperfalle wird.

Wachskerzen von oben nach unten anzünden

Ist der Baum mit echten Wachskerzen geschmückt, müssen Vorhänge, Gardinen, Papier und Polstermöbel außer Reichweite sein. Wer verspielte Haustiere hat, hängt das Lametta besser nicht an die untersten Zweige oder stellt den Baum auf ein stabiles Tischchen. Beim Anzünden gilt die Faustregel, an der Spitze zu beginnen und sich nach unten vorzuarbeiten. Beim Löschen der Kerzen geht es andersherum.

Lichterketten nur mit GS-Zeichen kaufen
Tannenbaum mit Lichterkette
© www.enrico-verworner.de

Lichterkette am Tannenbaum

Wer Lichterketten bevorzugt, sollte zu Qualitätsprodukten greifen. Nur Ketten mit dem GS-Zeichen für «geprüfte Sicherheit» sind von neutralen Prüfern getestet worden. Name und Adresse des Herstellers sollten in deutscher Sprache auf der Verpackung stehen.

Kaputte Lämpchen schnell austauschen

Seriöse Hersteller legen zudem Reservelämpchen bei. Geht ein Lämpchen an der Kette kaputt, sollte es nicht nur aus ästhetischen Gründen schnell ausgetauscht werden. Denn sonst erhitzen sich die übrigen Lämpchen umso mehr, die Brandgefahr steigt. Baumschmuck aus Filz oder Stroh gehört deshalb nicht in die Nähe von Lichterketten. Für Familien sind vor allem Ketten mit LED-Leuchtdioden oder mit Transformatoren zu empfehlen, die im Niedrigstrombereich arbeiten. Sie sind sicherer und verhindern ein böses Erwachen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 29. Dezember 2014

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