Deutlich mehr Wohngeldempfänger in Berlin und Brandenburg

Deutlich mehr Wohngeldempfänger in Berlin und Brandenburg

Die Zahl der Wohngeldempfänger in Berlin und Brandenburg ist deutlich gestiegen. Die Zahl lag 2020 bei über 48.500 Haushalten. Das bedeutet für Berlin im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 20 Prozent und für Brandenburg um 16 Prozent, wie das Amt für Statistik am Montag mitteilte. Es erklärte den Anstieg mit der 2020 in Kraft getretenen Wohngeldreform, durch die die Beträge erhöht wurden und mehr Haushalte wohngeldberechtigt sind.

Neben den «reinen Wohngeldhaushalten» (98 Prozent) gab es in zwei Prozent der Haushalte «wohngeldberechtigte Teilhaushalte», in denen nur ein Teil der Mitglieder Anspruch auf Wohngeld hatte. In Berlin lag der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch bei reinen Wohngeldhaushalten bei 166 Euro und damit 22 Euro mehr als im Jahr zuvor. In Brandenburg waren es 135 Euro und damit 15 Euro mehr.
Am häufigsten bekamen 2020 Rentner und Pensionäre die Sozialleistung. Sie stellen über die Hälfte der wohngeldberechtigten Berliner und Brandenburger Haushalte dar. Die zweitgrößte Gruppe stellten Arbeitnehmer und Beamte mit 28 Prozent in Berlin und 25 Prozent in Brandenburg. Den verbleibenden Anteil erhielten Studierende, Selbstständige und Arbeitslose. Das Wohngeld ist eine Sozialleistung von Bund und Ländern, die Bürgerinnen und Bürgern mit geringem Einkommen beim Stemmen der Mietkosten oder der Ausgaben fürs Wohnen in den eigenen vier Wänden helfen soll.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. August 2021