Mieterbund begrüßt Aus für Megafusion von Wohnungskonzernen

Mieterbund begrüßt Aus für Megafusion von Wohnungskonzernen

Der Deutsche Mieterbund hat das vorläufige Scheitern der Übernahme des Berliner Wohnungskonzerns Deutsche Wohnen durch den Konkurrenten Vonovia begrüßt. «Den Mieterinnen und Mietern hätte eine Fusion überhaupt nicht geholfen», sagte Verbandspräsident Lukas Siebenkotten am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Der Mieterbund sei deshalb froh, dass der Zusammenschluss nicht zustande gekommen sei. «Wir sehen keine Vorteile darin, wenn wir immer größere Wohnungskonzerne bekommen.»

Vonovia hatte beim Übernahmeangebot für die Deutsche Wohnen das selbstgesetzte Ziel von 50 Prozent der Aktien nicht erreicht. Vonovia-Chef Rolf Buch hat nicht ausgeschlossen, dass es ein erneutes Angebot geben wird. Der Marktführer hat in Deutschland etwa 355 000 Wohnungen, die Deutsche Wohnen rund 155 000 Einheiten.
Siebenkotten war nach eigenen Worten vom Scheitern der Vonovia-Offerte überrascht. «Wir hatten den Eindruck, dass es bestens abgesprochen war. So haben es die Beteiligten jedenfalls dargestellt.» Die Ankündigung von Vonovia, sich an die für einen Fall der Fusion zugesagten Begrenzungen bei Mieterhöhungen und Modernisierungsumlagen weiter zu halten, beurteilte Siebenkotten skeptisch. Bei Wohnungsunternehmen seien Ankündigungen und Handeln «nicht immer deckungsgleich».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 26. Juli 2021