Wohnraumförderung: Seit 2015 über eine halbe Milliarde Euro

Wohnraumförderung: Seit 2015 über eine halbe Milliarde Euro

Das Land Brandenburg hat in den vergangenen fünf Jahren mehr als eine halbe Milliarde Euro für die soziale Wohnraumförderung bewilligt. Der mit Abstand größte Teil von rund 403 Millionen Euro entfiel auf den Neubau von Mietwohnungen, wie das Infrastrukturministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der Linksfraktion des Landtags mitteilte.

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Zu vermietender Wohnraum in Brandenburg an der Havel.

Von 2015 bis 2020 steigerte das Land seine jährliche Wohnraumförderung auf das Siebeneinhalbfache, von 22,2 Millionen Euro (2015) auf etwa 166,9 Millionen Euro (2020). Für Modernisierungen und Instandsetzungen von Mietwohnungen wurden in den fünf Jahren 68,8 Millionen Euro zugesagt. Mit 27,3 Millionen Euro wurde Wohneigentum im Berichtszeitraum gefördert. Den Angaben zufolge war 2020 das Jahr mit den höchsten Bewilligungen für den Neubau von Mietwohnungen in Brandenburg seit 2015. Mit 149,4 Millionen Euro gab es Förderzusagen für insgesamt 1353 Wohnungen. 1130 Bewilligungen betrafen den Neubau von Mietwohnungen.
Mit 11,5 Millionen Euro erreichten 2020 auch die Zuschüsse für den Erwerb von Wohneigentum den höchsten Stand seit 2015. Damit wurde der Kauf von 94 Eigentumswohnungen unterstützt. Dagegen erreichten die Modernisierungs-Zusagen im Vorjahr mit 5,7 Millionen Euro für 116 Wohnungen nur noch gut ein Drittel der Bewilligungen von 2015. Seit 2017 wurden über das Bund-Länder-Programm «Stadtumbau» in Brandenburg rund 4770 Wohnungen abgerissen. Die Kosten betrugen etwa 18 Millionen Euro. Etwa 950 Wohnungen wurden laut Infrastrukturministerium in Döbern, Forst, Guben, Peitz, Spremberg und Welzow (alle Landkreis Spree-Neiße) zurückgebaut. In Frankfurt (Oder) fielen rund 620 Wohnungen der Abrissbirne zum Opfer.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. Juni 2021