Neuer Mietspiegel sieht 1,1 Prozent höhere Miete vor

Neuer Mietspiegel sieht 1,1 Prozent höhere Miete vor

Nach dem Aus für den Berliner Mietendeckel gibt es für 1,4 Millionen Berliner Wohnungen wieder einen Mietspiegel. Verglichen mit der letzten Ausgabe von 2019 liegen die Werte durchschnittlich 1,1 Prozent höher, wie die Senatswohnverwaltung am 06. Mai 2021 mitteilte.

Plenarsitzung Berliner Abgeordnetenhaus

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Bausenator Sebastian Scheel (l) überreicht Bürgermeister Michael Müller den "Berliner Mietspiegel".

Die Durchschnittsmiete beträgt demnach bei 6,79 Euro kalt je Quadratmeter, sieben Cent mehr als vor zwei Jahren. Dem Zahlenwerk wurden diesmal keine Marktdaten, sondern der bundesweite Verbraucherpreisindex zugrunde gelegt. «Das Land nutzt durch die Veröffentlichung eines qualifizierten Mietspiegels konsequent den im Bundesrecht bestehenden Spielraum, um Mieterhöhungsmöglichkeiten zu begrenzen», sagte Senator Sebastian Scheel (Linke).
Den Mietendeckel, mit dem der Senat die Mieten eingefroren hatte, hatte im April das Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärt. Im Mietspiegel können Vermieter und Mieter nachsehen, welche Kaltmiete höchstens zulässig ist. Formell anerkannt haben den neuen Mietspiegel nur die Mieterverbände. Die Vermieter haben aber beratend mitgewirkt.
Vermieter können eine Mieterhöhung alternativ auch mit einem Gutachten oder drei vergleichbaren Wohnungen begründen. Immer wieder greifen Eigentümer den Mietspiegel gerichtlich an. Die Spanne der ortsüblichen Vergleichsmiete reicht in der neuen Ausgabe je nach Lage, Größe und Ausstattung von 5,51 Euro je Quadratmeter in einfachen mittelgroßen Wohnungen in Nachkriegsbauten bis hin zu 13,03 Euro in jüngeren Häusern.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. Mai 2021