Baukindergeld in Berlin wenig genutzt

Baukindergeld in Berlin wenig genutzt

Mit Hilfe des Baukindergeldes haben sich in Berlin nur relativ wenige Familien eine Immobilie gekauft. 4792 Anträge wurden in den den vergangenen zweieinhalb Jahren in der Hauptstadt gestellt, wie die zuständige Förderbank KfW der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Eigenheimbau mit Baukindergeld

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Ein eingerüsteter Rohbau eines Einfamilienhauses steht in einem Neubaugebiet.

Das waren lediglich 1,4 Prozent der bundesweiten Anträge und bezogen auf die Einwohnerzahl der niedrigste Wert. Insgesamt fließen in 103,7 Millionen Euro von bundesweit knapp 7 Milliarden Euro. Die Immobilienpreise waren in der Stadt in den vergangenen Jahren besonders stark gestiegen, das Angebot an Wohnungen und Häusern ist knapp. Zudem gibt es in Berlin im Vergleich zu anderen Regionen weniger Haushalte mit Kindern.
Mit dem Baukindergeld können seit September 2018 Familien den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie staatlich bezuschussen lassen. Pro Kind gibt es 12 000 Euro, ausgezahlt in zehn Jahresraten zu je 1200 Euro. Am Baukindergeld gab es immer wieder Kritik. So hieß es etwa, das Baukindergeld feuere die Immobilienpreise weiter an oder es profitierten Familien, die das Geld eigentlich nicht nötig hätten.
Den Antrag stellt man innerhalb eines halben Jahres, nachdem man in sein neues Heim eingezogen ist. Eine Verlängerung der Antragsfrist ist laut Bundesinnenministerium nicht geplant. Anträge können damit seit April nur noch Familien stellen, die bereits im März einen Kaufvertrag unterschrieben oder eine Baugenehmigung bekommen haben.
Hausbau in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. April 2021