Müller verteidigt Berliner Mietendeckel als «Atempause»

Müller verteidigt Berliner Mietendeckel als «Atempause»

Ein Jahr nach Inkrafttreten des Berliner Mietendeckels hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) die umstrittene Maßnahme verteidigt.

Michael Müller (SPD)

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Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.

Berlin

Info-Website zum Mietendeckel

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen stellt auf einer neuen Website Informationen zum Mietendeckel-Gesetz zur Verfügung. mehr

Es sei wichtig gewesen, den Mietern eine «Atempause» zu verschaffen, bis der Wohnungsmarkt durch einen verstärkten Neubau entlastet werde, sagte er am Dienstag (23. Februar 2021) in Berlin. «Das ist natürlich ein umstrittener Weg», räumte Müller ein. Der SPD-Politiker begründete die Maßnahme jedoch damit, dass die Einkommen der Betroffenen und die Mietpreisentwicklung nicht miteinander im Einklang seien. Mit dem Mietendeckel-Gesetz sind seit dem 23. Februar 2020 die Mieten für rund 1,5 Millionen Wohnungen in Berlin auf dem Stand von Juni 2019 eingefroren. Sie dürfen von 2022 bis 2025 höchstens um 1,3 Prozent jährlich steigen. Wird eine Wohnung wieder vermietet, muss sich der Vermieter an Obergrenzen und die zuletzt verlangte Miete halten. Seit 23. November sind überhöhte Mieten verboten und müssen gesenkt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. Februar 2021