DIW: Ferienwohnungen lassen Mieten im Kiez steigen

DIW: Ferienwohnungen lassen Mieten im Kiez steigen

Dauerhafte Ferienwohnungen lassen nach einer Studie die Mieten im direkten Umfeld steigen. Je zusätzlicher Airbnb-Unterkunft steige die Angebotsmiete im direkten Umfeld um durchschnittlich etwa 13 Cent je Quadratmeter, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) am 17. Februar 2021 mit.

Schlüssel mit der Aufschrift «Ferienwohnung»

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Schlüssel mit Aufschrift «Ferienwohnung» hängt an einer Wohnungstür.

Durch das Berliner Zweckentfremdungsverbot seien die Mieten zwar etwas gesunken, besonders in Neukölln, Mitte und Lichtenberg. Gegen die Wohnungsknappheit helfe das Verbot aber kaum. Denn es würden nur wenige Wohnungen als Ferienwohnung vermietet. Auf dem bekanntesten Vermittlungsportal Airbnb beispielsweise werde weniger als ein Prozent aller Mietwohnungen angeboten.

Studie benennt auch Vorteile von Ferienwohnungen

Die Studie sieht auch Vorteile durch das Angebot von Ferienwohnungen, etwa eine höhere Nachfrage nach touristischen und kulturellen Angeboten in der Stadt. Kurzzeitvermietungen etwa während des Urlaubs führten außerdem dazu, dass der vorhandene Raum effizienter genutzt werde.

Zweckentfremdungsverbot gilt seit 2014

Mit dem Zweckentfremdungsverbot will das Land seit 2014 verhindern, dass Wohnungen dem regulären Mietmarkt entzogen werden. Der Senat will es den Behörden nun erleichtern, illegale Ferienwohnungen zu finden. Alle Anbieter sollen sich nicht nur registrieren, sondern auch verpflichtet sein, die Registrierungsnummer in Inseraten anzugeben. Portale wie Airbnb dürften dann keine Inserate ohne diese Nummer mehr annehmen. Der Senat hat die Änderungen am Dienstag beschlossen, die Beratung im Abgeordnetenhaus steht aus.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. Februar 2021