Bundesrat berät über Immobilienregister

Bundesrat berät über Immobilienregister

Der Bundesrat berät am Freitag über den Antrag Berlins zur Einrichtung eines bundesweiten Immobilienregisters. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) teilte dazu am Donnerstag mit, ein solches Register sei ein hervorragendes Mittel im Kampf gegen Geldwäsche.

Dirk Behrendt

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Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen), Justizsenator von Berlin.

«Es hilft nicht zu wissen, dass irgendeiner Briefkastenfirma am anderen Ende der Welt 25 Wohnungen in Berlin gehören. Wir müssen wissen, wer die Personen sind, die hinter dieser Briefkastenfirma stecken», so der Grünen-Politiker. Der Bundesgesetzgeber müsse mehr tun, damit Deutschland den Ruf als Geldwäscheparadies verliert. Anliegen sei, mehr Transparenz bei Eigentumsverhältnissen zu schaffen und der Verschleierung auf dem Immobilienmarkt entgegenzuwirken.
Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2015 würden durch den Kauf von Immobilien deutschlandweit jährlich mehrere Milliarden Euro gewaschen, hieß es. Diesen kriminellen Machenschaften müsse ein Ende gesetzt werden.
Die Umsätze auf dem Immobilienmarkt in Deutschland sind laut Justizverwaltung in den vergangenen Jahren geradezu explodiert. Allein von 2009 bis 2018 stieg demnach der Umsatz von knapp 130 Milliarden auf 269 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 11. Februar 2021