Berliner Mieterverein: Massive Steigerung von Heizkosten

Berliner Mieterverein: Massive Steigerung von Heizkosten

Auf die Mieterinnen und Mieter in Berlin kommen in diesem Jahr massive Steigerungen bei den Heizkosten zu. Grund sei die seit 1. Januar bundesweit geltende CO2-Abgabe von 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid, teilte der Berliner Mieterverein am Donnerstag (7. Januar 2021) mit.

Das Thermostat einer Heizung

© dpa

Das Thermostat einer Heizung.

Weil Vermieter diese auf die Nebenkosten umlegen können, müssten am Ende die Mieter die Zeche zahlen. Vermieter hätten somit auch keinen Anreiz für Investitionen zur Energieeinsparung. «Das ist klimapolitischer Unfug, den die Mieter teuer bezahlen müssen», kritisierte der Geschäftsführer des Mietervereins, Reiner Wild. «Wir fordern die Bundesregierung auf, umgehend die Betriebskostenverordnung zu ändern und die Last der CO2-Bepreisung bei den Vermietern anzusiedeln. Denn nur sie können den Energieverbrauch nachhaltig durch Veränderungen an Gebäude und Heizanlage verringern.»

Berliner Mieter zahlen insgesamt 43 Millionen Euro mehr

Nach Angaben des Mietervereins steigen die Heizkosten durch die CO2-Bepreisung um 7,9 Cent je Liter beziehungsweise 0,6 Cent je Kilowattstunde. «Für Berlin bedeutet dies, dass Mieter in einer gasbeheizten Wohnung im Jahr im Schnitt 52,66 Euro mehr zahlen müssen, Mieter in einer öl-beheizten Wohnung sogar 88,20 Euro», so Wild. Insgesamt müssten Berliner Mieter in Folge der neuen Abgabe in diesem Jahr Mehrkosten von 43 Millionen Euro schultern, ohne dass es für die Vermieter einen Anreiz zur Verbesserung der Heizanlage gäbe. «Die beschlossene Entlastung durch Wohngeld ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn nur wenige Haushalte beziehen diese Unterstützung.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 8. Januar 2021