Tempelhofer Feld: FDP sammelt nur noch online Unterschriften

Tempelhofer Feld: FDP sammelt nur noch online Unterschriften

Die Berliner FDP sammelt derzeit keine Unterschriften mehr auf der Straße für ein neues Volksbegehren zur Zukunft des Tempelhofer Felds. «Während des Lockdowns findet die Unterschriftensammlung vor allem online statt», sagte der Sprecher des FDP-Landesverbands, Peter Kastschajew, am Donnerstag. Unterschriftenlisten könnten heruntergeladen und ausgedruckt werden, die FDP schicke sie aber auch per Mail oder Post zu. Die Partei will mit dem Volksbegehren durchsetzen, dass das Gelände des 2008 geschlossenen Flughafens Tempelhof am Rand bebaut werden darf.

Tempelhofer Feld

© dpa

Besucher sind am späten Nachmittag auf dem Tempelhofer Feld unterwegs.

Bei einer Volksabstimmung 2014 hatte sich eine Mehrheit dafür ausgesprochen, die Freifläche im Stadtteil Tempelhof so zu belassen, wie sie ist. Die FDP will zusammen mit der Initiative «Baut auf diese Stadt» das Bebauungsverbot kippen, das nach der Volksabstimmung im Tempelhofer-Feld-Gesetz festgeschrieben wurde.
Wie lange es vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie dauern werde, die nötigen zunächst 20 000 Unterschriften zusammenzubekommen, lasse sich voraussichtlich erst Mitte des ersten Quartals 2021 sagen, so Kastschajew. Wie viele Unterschriften bisher gesammelt wurden, teilte er nicht mit. Die Unterschriftensammlung hat Anfang Oktober begonnen. 20 000 Unterschriften sind notwendig, damit das Volksbegehren eingeleitet werden kann. Die FDP rechnet nicht damit, dass es noch vor der Abgeordnetenhauswahl im nächsten September zu einer Abstimmung kommt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. Dezember 2020