Etwa tausend Menschen protestieren gegen «Liebig 34»-Räumung

Etwa tausend Menschen protestieren gegen «Liebig 34»-Räumung

Nach der Räumung des Hauses «Liebig 34» haben am Freitagabend etwa tausend Menschen dagegen demonstriert. Die vorwiegend jungen, schwarz gekleideten Demonstranten begannen ihren Protest mit lauten Sprechchören am Monbijouplatz. Vor dort aus wollten sie durch Mitte und Prenzlauer Berg ziehen. Sie trugen ein Transparent, auf dem «Freiräume verteidigen in der Offensive bleiben» zu lesen war.

Polizisten bei Räumung von «Liebig 34»

© dpa

Polizisten stehen nach der Räumung im Treppenhaus des ehemals besetzten Hauses «Liebig 34».

Zunächst verlief der Protest überwiegend friedlich, jedoch warfen einzelne Randalierer Flaschen in Richtung der Polizei. Nach Angaben der Polizei wurde Pyrotechnik abgebrannt. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Wegen der Demonstration, und weil «mit weiteren Aktionen im Zusammenhang mit Liebig34 zu rechnen ist, sind wir weiterhin mit etwa 1900 Kolleginnen & Kollegen im Einsatz», teilte die Polizei am Abend auf Twitter mit.
In einem Redebeitrag zu Beginn der Demonstration im Regen wurde die Räumung des Hauses «Liebig 34» in den Morgenstunden kritisiert. Es galt als Symbol der linksradikalen Szene. «Für jedes geräumte Haus gibt es eine neue Besetzung», kündigte ein Demonstrant in seiner Rede an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 9. Oktober 2020