Vor Räumung der Kiezkneipe «Syndikat» zunächst alles ruhig

Vor Räumung der Kiezkneipe «Syndikat» zunächst alles ruhig

Vor der am Freitag geplanten Räumung der seit längerem umkämpften Kiezkneipe «Syndikat» in Berlin-Neukölln ist die Lage vor Ort am Donnerstagabend zunächst ruhig gewesen. Einige Unterstützer versammelten sich nahe der Polizeiabsperrung, auch zahlreiche Neugierige. Die Polizei war mit etlichen Beamten vor Ort. Zwischenfälle gab es zunächst keine.

Die Kneipe soll am Freitagmorgen geräumt werden. Linke und linksextreme Gruppen kündigten Proteste und Blockaden an. Die Polizei stellte bereits am Donnerstag Absperrgitter auf, um Sitzblockaden auf der Weisestraße im Schillerkiez zu verhindern. Nur Anwohner wurden durchgelassen.
Die Kneipe hat seit längerem keinen Mietvertrag mehr, die Betreiber wollen aber nicht ausziehen. Allerdings geht es Unterstützern nicht nur um das Lokal: Die Mieten im Schillerkiez sind seit Öffnung des nahegelegenen Tempelhofer Feldes explodiert.
Am Samstag hatten linksextreme Randalierer bei einer Demonstration gegen die geplante Räumung Polizisten mit Flaschen- und Steinwürfen angegriffen. Mehrere Polizisten wurden verletzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 6. August 2020