GDV-Chefvolkswirt: Leichte Preisrückgänge bei Immobilien

GDV-Chefvolkswirt: Leichte Preisrückgänge bei Immobilien

Der Chefvolkswirt des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Klaus Wiener, rechnet in der Corona-Krise mit allenfalls leichten Preisrückgängen im Immobiliensektor.

Mietwohnungen in einem Hochhaus

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Blick auf die Fassade eines Wohnhauses.

«Natürlich werden auch in dieser Krise die Immobilienpreise etwas leiden», sagte er auf dem Branchentag des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) am 17. juni 2020 in Berlin. «Aber nicht so stark wie wir das bei der vorigen Wirtschaftskrise in Europa beobachtet haben.» Positiv sei, «dass die Zinsen noch sehr lange sehr niedrig sein werden», sagte Wiener. «Auf der anderen Seite werden wir sehen, dass Arbeitsplätze verloren gehen. Das heißt, die Einkommen werden nicht so stark steigen wie in der Vergangenheit.» Das habe bereits dazu geführt, dass Preise für Wohnimmobilien gefallen seien.
Auch bei gewerblichen Immobilien mache sich die Krise bemerkbar. «Wir erleben derzeit eine verstärkte Nutzung des Homeoffice», sagte Wiener. «Das wird dazu führen, dass die Unternehmen gerade in den besten Lagen nicht mehr einen Arbeitsplatz pro Mitarbeiter nutzen werden.» Wie auch auf dem Wohnimmobilienmarkt werden sich die Preisrückgänge aus seiner Sicht aber in Grenzen halten. Gerade in den guten Lagen sei das Angebot von Gewerberäumen extrem knapp. Hinzu komme ein Anlagenotstand bei den Investoren, für die daher Aktien und Immobilien nach wie vor wichtige Alternativen darstellten.
Kauf einer Eigentumswohnung
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 17. Juni 2020