Mehr Wohnungsbau: Initiative sammelt 40 000 Unterschriften

Mehr Wohnungsbau: Initiative sammelt 40 000 Unterschriften

Der wirtschaftsnahe Verein «Neue Wege für Berlin» hat seit Herbst knapp 40 000 Unterschriften für mehr Wohnungsbau in der Hauptstadt gesammelt. Das seien nahezu doppelt so viele wie für eine Volksinitiative nötig, sagte der Vereinsvorsitzende Heiko Kretschmer am Dienstag. Wegen der großen Resonanz werde die Unterschriftensammlung mit dem Ziel, innerhalb von acht Jahren 100 000 zusätzliche Wohnungen zu bauen, bis 31. März verlängert. Der Verein plant, das Thema via Volksinitiative in das Abgeordnetenhaus zu tragen. Dieses muss sich mit einem Anliegen beschäftigen, wenn mindestens 20 000 Unterstützerunterschriften vorliegen.

Der Berliner Fernsehturm ist hinter Baukränen zu sehen

© dpa

Der Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz ist vom Hotel Andels aus hinter Baukränen und Mietshäusern zu sehen.

«Wer heute soziale Politik in Berlin machen will, der muss für mehr Wohnungsbau sorgen», erklärte Ex-Finanzsenator Peter Kurth (CDU) als Vorstandsmitglied des Vereins. Insofern mache die zuständige Senatorin Katrin Lompscher (Linke) in Sachen Wohnungsbau «asoziale Politik». Dem Verein gehören Politiker mehrerer Parteien sowie Mitglieder aus Wirtschaft und Gesellschaft an. Er will laut Selbstbeschreibung «der Berliner Zivilgesellschaft in den entscheidenden Zukunftsfragen unserer Stadt eine Stimme geben».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 11. Februar 2020