Müller gegen Zerschlagung des Wohnungsverbandes BBU

Müller gegen Zerschlagung des Wohnungsverbandes BBU

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat die jüngsten Attacken der Linken gegen den Verband Berlin- Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) zurückgewiesen. «Mit mir gibt es keine Zerschlagung des BBU und auch keinen Austritt der Wohnungsgesellschaften aus dem BBU», sagte Müller am Donnerstag, den 28. November 2019 im Abgeordnetenhaus.

Michael Müller

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Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister, hält eine Rede.

Er werde weiter auch mit Kritikern der Mietenpolitik des Senats und des geplanten Mietendeckels reden. Das Ziel von Rot-Rot-Grün, in vielen Bereichen mehr Beteiligungsrechte und Partizipation zu ermöglichen, «gilt auch für unsere Kritiker».
Die Linke hatte den BBU am vergangenen Wochenende mit einem Parteitagsbeschluss aufgefordert, praktisch keine öffentliche Kritik mehr am Mietendeckel zu üben. Der Verband müsse wieder eine Interessenvertretung der gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen sein. Sollte dies nicht möglich sein, sollten die kommunalen Verbandsmitglieder austreten und gemeinsam mit anderen Firmen mit ähnlicher Zielstellung einen eigenen Verband gründen, so die Linke.
Dem BBU gehören kommunale, genossenschaftliche, kirchliche und private Wohnungsunternehmen an, darunter große wie Deutsche Wohnen und Vonovia. BBU-Vorstand Maren Kern hatte sich wiederholt gegen den geplanten Mietendeckel gestellt, der vor allem auf große Mietpreistreiber zielt, und sich damit den Zorn der Linken zugezogen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 28. November 2019