Grand City Properties profitiert von steigenden Mieten

Grand City Properties profitiert von steigenden Mieten

Steigende Mieten haben dem Wohnimmobilienkonzern Grand City Properties in den ersten neun Monaten des Jahres zu mehr Gewinn verholfen. Nach den ersten drei Quartalen sei das MDax-Unternehmen auf Kurs, seine Jahresziele zu erreichen, sagte Unternehmenschef Christian Windfuhr laut Konzernmitteilung vom Montag in Luxemburg. Die rund 76.000 Wohnungen von Grand City liegen überwiegend in Nordrhein-Westfalen sowie in Berlin, Dresden, Leipzig und Halle. Daneben ist die Gesellschaft auch in Metropolen wie München und Frankfurt vertreten und besitzt ein kleineres Portfolio in London.

Anders als Konkurrenten wie Deutsche Wohnen und Vonovia setzt die Firma nicht auf den Bau von Wohnungen. Vielmehr ist Grand City Properties darauf spezialisiert, sanierungsbedürftige Immobilien aufzukaufen, die Wohnungen zu renovieren und dann zu einem höheren Preis zu vermieten.
Zwischen Januar und September stiegen die Miet- und Betriebseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 418,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis FFO 1 («Funds from Operations») legte um sieben Prozent auf knapp 160 Millionen Euro zu. Die Kennzahl gibt an, wie viel Geld dem Unternehmen aus dem laufenden Geschäft nach Abzug vor allem von Zinszahlungen und Steuern bleibt. Unter dem Strich stand im Berichtszeitraum ein Gewinn von 365 Millionen Euro, das waren rund 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dabei wirkte sich vor allem der langsamer steigende Zuwachs bei der Immobilienbewertung aus.
Im Berichtszeitraum mussten Mieter im Schnitt mehr zahlen als noch im Vorjahr. Dabei kostete der Quadratmeter im Mittel 6,60 Euro - ein Jahr zuvor waren es noch 5,85 Euro gewesen. Zudem profitierte Grand City Properties in den ersten neun Monaten von einem etwas geringeren Leerstand.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. November 2019