Höchstmiete soll bei 9,80 Euro kalt liegen

Höchstmiete soll bei 9,80 Euro kalt liegen

Wohnungen in Berlin sollen bei Wiedervermietung künftig maximal 9,80 Euro kalt je Quadratmeter kosten dürfen. Das geht aus der am Montag bekanntgewordenen Tabelle von Obergrenzen für das geplante Gesetz zum Mietendeckel hervor. Im Moment liegt der Durchschnitt der Angebotsmieten laut Portal Immowelt bei 11,60 Euro.

Mietendeckel

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Katrin Lompscher stellt Inhalte des Mietendeckels vor.

Die Obergrenzen sind je nach Baujahr und Ausstattung der Wohnung differenziert. Basis ist der Mietspiegel 2013 plus 13,5 Prozent, die die allgemeine Preisentwicklung seither abbilden sollen. Die Lage spielt keine Rolle. Bei Neuvermietungen dürfen die Obergrenzen nicht überschritten werden. Bestandsmieten dürfen nicht mehr als 20 Prozent darüber liegen - andernfalls soll der Mieter in absehbarer Zeit eine Absenkung auf diese Schwelle fordern können.

1 Euro Aufschlag bei Modernisierungen

Die künftigen Obergrenzen liegen laut Liste zwischen 3,92 Euro kalt je Quadratmeter für eine vor 1918 gebaute Wohnung ohne Sammelheizung und ohne Bad sowie 9,80 Euro für Wohnungen, die von 2002 bis 2013 gebaut wurden. Bei Modernisierungen für Klimaschutz oder Barrierefreiheit sollen Vermieter maximal einen Euro draufschlagen können. Über die Liste hatte zuerst der «Tagesspiegel» berichtet, sie liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor.

Mietendeckel soll am Dienstag beschlossen werden

An diesem Dienstag will der rot-rot-grüne Senat den Mietendeckel für 1,5 Millionen Wohnungen, die vor 2014 gebaut wurden, beschließen. Im Kern geht es darum, die Mieten für fünf Jahre einzufrieren. Hinzu kommen flankierende Bestimmungen wie Obergrenzen bei Neuvermietung. Das Gesetz soll bis Anfang 2020 endgültig vom Abgeordnetenhaus beschlossen sein und rückwirkend ab 18. Juni 2019 gelten. Die Mietsenkungsregel soll neun Monate später kommen, also voraussichtlich Ende 2020.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. Oktober 2019