Immobilienverband: Mietendeckel «verantwortungslose Politik»

Immobilienverband: Mietendeckel «verantwortungslose Politik»

Der Immobilienverband IVD hat die Berliner Einigung zum Mietendeckel scharf kritisiert. «Die Berliner Landesregierung kehrt zurück zur sozialistischen Wohnungspolitik», erklärte Verbandspräsident Jürgen Michael Schick. Ziel bleibe es, Mieten zu senken und nicht zu deckeln. Der Mietendeckel werde zu jahrelangen Rechtsstreitigkeiten und Verunsicherungen führen und den Berliner Wohnungsbau lahmlegen. «Das ist verantwortungslose Politik», hieß es.

Fortsetzungen der Beratungen zum Berliner Mietendeckel

© dpa

Wohnhäuser in Berlin vor dem Fernsehturm.

Der Berliner Koalitionsausschuss hatte sich am Freitagabend darauf verständigt, dass die zuletzt stark gestiegenen Mieten in der Hauptstadt fünf Jahre lang eingefroren werden. Das Gesetz soll die Mieten für rund 1,5 Millionen Wohnungen deckeln, die vor 2014 gebaut wurden. Neben der geplanten Deckelung sind bei Neuvermietungen auch Obergrenzen abhängig von Baujahr und Ausstattung der Wohnung vorgesehen. Mieter sollen in bestimmten Fällen zudem die Möglichkeit haben, die Wohnkosten auf diese Obergrenzen zu senken.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 19. Oktober 2019