Stromnetzkosten werden für Berliner teurer

Stromnetzkosten werden für Berliner teurer

Das Wachstum der Stadt macht sich für die Berliner auf der Stromrechnung bemerkbar. Weil das Leitungsnetz verstärkt und ausgebaut wird, steigt das sogenannte Netzentgelt, das jeder Haushalt für den Transport seines Stroms bezahlt.

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Ein Durchschnittshaushalt mit 2200 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahle dafür nächstes Jahr voraussichtlich 176,65 Euro, knapp 8 Euro mehr als 2019, wie die Gesellschaft Stromnetz Berlin am Dienstag (15. Oktober 2019) mitteilte. Die Investitionen seien dringend notwendig, sagte Geschäftsführer Thomas Schäfer. Im bundesweiten Durchschnitt macht das Netzentgelt etwa ein Viertel der Stromrechnung aus, ein weiteres Viertel zahlen die Kunden für den Strom selbst, der Rest sind Steuern, Abgaben und Umlagen.

Streit um Betrieb des Berliner Stromnetzes

Im Ringen darum, wer künftig das Berliner Stromnetz betreibt, könnte an diesem Donnerstag eine wichtige Entscheidung fallen. Vor dem Berliner Landgericht geht es um den Beschluss des Landes, den Betrieb an das Landesunternehmen Berlin Energie zu vergeben. Die Vattenfall-Tochter Stromnetz Berlin hat dagegen eine einstweilige Verfügung beantragt. Schäfer kritisierte, dass das Land ein Angebot zur Zusammenarbeit ignoriere. «Das hat sich bis jetzt noch niemand angeschaut.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 15. Oktober 2019