«Penthaus à la Parasit»: Kunstprotest auf den Dächern Berlins

«Penthaus à la Parasit»: Kunstprotest auf den Dächern Berlins

Das «Penthaus à la Parasit» ist ein kleines, portables Holzhäuschen - und es zieht von Dach zu Dach durch Berlin. Das Haus sei ein Kunstprotest gegen steigende Mieten in der Hauptstadt, sagt Jakob Wirth, der das Projekt seit Frühjahr 2019 zusammen mit einem Freund organisiert.

  • Penthaus à la Parasit (1)© dpa
    30.09.2019, Berlin: Das «Penthaus à la Parasit« der Künstler Jakob Wirth und Alexander Zakharov steht auf dem Dach eines Wohnhauses nahe dem Alexanderplatz vor dem Berliner Fernsehturm.
  • Penthaus als Kunstobjekt© dpa
    Jakob Wirth sitzt auf dem Dach eines Wohnhauses nahe dem Alexanderplatz vor dem «Penthaus à la Parasit«.
  • Penthaus à la Parasit (2)© dpa
    30.09.2019, Berlin: Jakob Wirth, Künstler und Soziologiestudent, steht auf dem Dach eines Wohnhauses nahe dem Alexanderplatz vor dem «Penthaus à la Parasit« (r) und dem Berliner Fernsehturm.
  • Penthaus à la Parasit (3)© dpa
    30.09.2019, Berlin: Jakob Wirth, Künstler und Soziologiestudent, sitzt auf dem Dach eines Wohnhauses nahe dem Alexanderplatz im "Penthaus à la Parasit«.
«Statt durch hohe Mieten in die Peripherie vertrieben zu werden, steigt es nach oben auf die Dächer.» «Durch das modulare Bausystem ist unser Haus sehr flexibel. So können wir uns wie ein Parasit an unterschiedliche Wirte, die Hausdächer, andocken», sagt Wirth. Etwa drei bis vier Stunden benötige man, um das 3,6 Quadratmeter große Penthaus aufzubauen. Zuletzt war es auf einem Dach in Mitte installiert, um «das Wohnraumthema in zentralster Lage anzusprechen», erzählt der 27-jährige Student.

«Nicht auf Veränderungen warten, sondern selbst verändern.»

Ihm sei bewusst, dass das Penthaus keine reale Lösung für das Wohnraumproblem in der Hauptstadt darstelle, betont Wirth. Aber: «Unsere Aktion soll Menschen inspirieren: Nicht auf Veränderungen warten, sondern selbst verändern.» Das sei das Motto. Vor dem Umzug nach Mitte stand das knapp 500 Kilogramm schwere Holzhaus schon im Bezirk Neukölln und in Bernau bei Berlin. «Wir veranstalten sogar Konzerte oder organisieren ein großes Frühstück auf den Dächern, zu dem alle Nachbarn eingeladen sind», sagt Wirth.
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© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. Oktober 2019