Ein Jahr «Housing First»

Ein Jahr «Housing First»

Skeptiker hielten es kaum für möglich: Ein Jahr nach dem Start von «Housing First» (Zuerst ein Zuhause) in Berlin haben 35 obdachlose Frauen und Männer trotz des angespannten Wohnungsmarkts eigene vier Wände gefunden.

"Housing First" Obdachlosenhilfe

© dpa

Die ehemals obdachlose Ingrid Bujnak im Wohnzimmerbereich ihrer neuen Wohnung, die ihr von dem Berliner Pilotprojekt «Housing First» vermittelt wurde.

Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sprach am Montag, den 30. September 2019 in Berlin von einem großen Erfolg, der anfänglich kritische Stimmen widerlege. Das im Oktober 2018 gestartete Modellprojekt strebt an, in drei Jahren bis zu 80 Wohnungen für Obdachlose zu finden. Die Senatorin kündigte zudem an zu diskutieren, ob der Umfang innerhalb der Projektzeit noch ausgeweitet und wie das Konzept etabliert werden kann.
Die Menschen bekommen ohne Vorbedingungen einen unbefristeten Mietvertrag und sozialpädagogische Unterstützung. Sie sollen dadurch erst zur Ruhe kommen und dann ihr Leben organisieren können. Zuvor mussten sie viele Voraussetzungen erfüllen, um eine Wohnung zu erhalten, etwa mögliche Schulden oder eine vorhandene Sucht in den Griff bekommen. Daran scheiterten aber viele.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 30. September 2019